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Artikel getagged mit Plakate

Kann Werbung Menschen retten?
Insights/Campaigns


Wer an Amnesty International denkt, dem kommen vermutlich als erstes Menschenrechte in den Sinn und dann gleich als nächstes fallen einem wieder die Spendenkeiler ein, die an Wiens stark frequentierten Plätzen anzutreffen sind. Doch der Schutz von Menschenrechten und das Aufzeigen von Missständen kostet nun einmal Geld.

In anderen europäischen Ländern setzt die Menschenrechtsorganisation weniger auf Direct Marketing als viel eher auf aufrüttelnde Werbekampagnen mit überraschenden Konzepten.

Wie könnte es sich wohl anfühlen, auf einem elektrischen Stuhl zu sitzen? Bei Bushaltestellen in Spanien konnte jeder wartende Fahrgast davon zumindest einen geringen Eindruck erfahren:

amnesty_stuhl.jpg

Der spanische Zweig von Amnesty International wollte damit auf die Grausamkeit und die Unmenschlichkeit der Todesstrafe aufmerksam machen. Über 4000 Gefangene weltweit warten in ihren Zellen auf die Hinrichtung. Realisiert hat diese Kampagne die Agentur Contrapunto aus Barcelona.

In der Schweiz machte die Walker Werbeagentur aus „normaler" Plakatwerbung einen Eyecatcher. Unter dem Motto „Es geschieht nicht hier, aber jetzt" wurden Szenen von Menschenrechtsverletzungen durch Plexiglas auf alltägliche Orte übertragen, wie hier der liberianische Kindersoldat:

amnesty_nichthieraberjetzt.jpg

Diese mit nur 200 Plakaten bestückte Kampagne sorgte weit über die Grenzen der Schweiz für großes Aufsehen und fand auch in anderen Ländern Nachahmer.

Zuletzt kritisierte Amnesty International westliche Politiker scharf, die aus wirtschaftlichen Gründen über die massiven Menschenrechtsverletzungen in China hinwegsehen. Dass in China nicht lange gefackelt wird, bevor ein Todesurteil verhängt wird, will Amnesty mit dieser Kampagne zeigen:

amnesty_china.jpg

„Eines von 68 Verbrechen auf das in China die Todesstrafe steht, ist Steuerbetrug" steht auf dem Punkt, auf dem auch der Todeskandidat vor seinen Exekutoren stehen würde. Natürlich kann Werbung nicht retten, aber zumindest Aufmerksamkeit schaffen.

Gefunden auf Marketing Alternatif




LumiGraphics – das Medium auf Glühbirnenbasis
Insights/Products


Plakatwüste BroadwayWie tief man heutzutage in die Werbetrickkiste greifen muss, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erlangen, kann einen schon in den Wahnsinn treiben. Die verantwortlichen Werbefachleute können davon wahrscheinlich ein Liedchen singen. Es ist schwer den reizüberfluteten Konsumenten für sich und seine Botschaft zu sensibilisieren. An vielen Orten das gleiche Szenario, Plakatwüsten wohin das Auge reicht, eines bunter als das andere und jedes versucht auf seine Weise den Betrachter für sich zu gewinnen. Der gewünschte Erfolg bleibt jedoch aus.

Die RevolutionDamit soll nun Schluss sein! Ein Trupp New Yorker Designer, Installateure und Werbedrucker hatte die revolutionäre Idee eines neuen Outdoor-Mediums, den sogenannten LumiGraphics. Dabei handelt es sich um die computeranimierte Umsetzung einzelner Bildelemente eines an sich statischen Plakates. In anderen Worten, LumiGraphics haucht jedem Plakat Leben ein, indem es Bewegungen zulässt bzw. vortäuscht und so die Aufmerksamkeit des Betrachters gezielt auf bestimmte Bestandteile, wie z.B. Logos oder Produkte lenkt.

Die GluehbirneGrenzt an Zauberei? Nein! Animationen mit LumiGraphics funktionieren schlicht und ergreifend mit herkömmlichen Glühbirnen, nur sind diese im Vergleich extrem winzig, flexibel und sehr stromsparend. Hinter der vermeintlichen Zauberformel steht also lediglich Lichttechnologie, die auf die Stärke einer Kreditkarte reduziert wurde. Alles was man dann noch braucht, ist eine Steckdose.

 

Bald Geschichte?Demzufolge hat das letzte Stündlein der klobigen Lichtreklamen und nichtssagenden Werbeposter geschlagen! Keine Frage, dass LumiGraphics die Attraktivität eines schnöden Plakates enorm steigert und nett aussehen, tut es dabei auch noch. Fraglich ist nur, ob LumiGraphics Vorteile wirklich überwiegen! Klar, die Werbewelt wird das neue Medium herzlich willkommen heißen, aber was sagen die, die diesem Reiz ausgesetzt sind? Ein Plakat kann man dezent ignorieren, aber ist Bewegung und Licht im Spiel wird es immer schwieriger einen kurzen Blick zu vermeiden! Fluch und Segen liegen eben nah beieinander...

Gefunden auf: http://www.robertundhorst.de/v2/




Online Liebe boomt, Werbung dafür auch!
Insights/Mixed Stuff


true4 Sogar die schüchternsten Mauerblümchen mutieren in einschlägigen Chatrooms oder in Online-Dating-Börsen zu liebeshungrigen Vamps.
Das Internet hat bestimmt jedem von uns schon mal einen Online-Flirt beschafft. Manche davon blieben E-Mail-Freundschaften, andere schafften es bis zum realen Treffen und einige gerieten schon nach kurzer Zeit in Vergessenheit. Die Single-Community teilt sich: Die eine Hälfte sucht nach der wahren Liebe und die andere nach einem gut-aussehenden Zeitvertreib für die nächste Nacht.
match Die Chance, unter den hunderttausenden registrierten Otto-Normal-Benutzern eines von beiden zu finden ist nicht sehr groß. Aber die richtige Werbung sorgt dafür, dass die Hoffnung zu letzt stirbt.

In der englischsprachigen Welt nimmt ein Dreikampf gerade seinen Lauf. Match.com, True.com und eharmony , Partnerbörsen mit völlig verschiedenen Images, treten in der Werbung gegeneinander an. Wie soll Werbung für Single-Börsen im Internet aussehen? Was wollen die Benutzer wirklich und wie wollen sie es präsentiert bekommen?
Match.com will uns mit bunten Partnerschaft symbolisierenden Strichmännchen von seiner Trefferquote in Sachen Partnerfindung überzeugen: „Find someone spezial in 6 months. Or you get 6 months FREE". Na das ist ein Wort.
Eharmony begibt sich auf die christliche Seite des Webs und holt sich Dr. Neil Clark Warren, angeblicher eharmony-Gründer, als Testimonial. Der alte Mann will unser Love-Coach sein und bietet uns ein 12-CD-Coaching Set zum anhören und lernen. „No need for eharmony4searching" sagt die Website, nach einem ausführlichen Persönlichkeits-Test werden die passenden Partner für uns ausgesucht. Die Anzeige zeigt ihn, seriös im braunen Anzug, er könnte uns genauso zu einer Mitgliedschaft in seiner Sekte einladen und wir wären wahrscheinlich dabei.
Unser letzter Kandidat ist True.com und der wirbt, ganz im Gegensatz zu eharmony, mit viel nackter Haut. Wo man in den ersten paar Anzeigen noch relativ natürliche Frauen sah, sind inzwischen sogar die Gesichter abgeschnitten. Nicht mehr wichtig newmatch- denkt sich wahrscheinlich True, offene Blusen und Körpchengröße Doppel-D reichen aus.
 Das verblüffende daran ist, sie haben Recht. Laut Marktforschungsergebnissen liegt True.com an erster Stelle der Online-Dating-Börsen und weit hinten auf Platz 6 liegt eharmony. Match.com ist nicht mal in den Top 10. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass Match.com jetzt auch auf Sex umsteigt und 25 freizügig-gekleidete Frauen für die neue Werbekampagne ablichtet. Die sollen ja sogar „echte" Mitglieder von Match.com sein. „(...) Brody100 loves Peanutbutter, jelly and egg sandwiches", das ist Grund genug sich zu registrieren!
Die Werbung für Single Börsen steht in Österreich noch am Anfang, aber wer nicht mitzieht, geht unter und jetzt wisst ihr ja, was ihr zu tun habt.
Quellen: match.com, true.com , eharmony.com




Rotes Kreuz spielt mit Ängsten
Insights/Campaigns


Das Amerikanische Rote Kreuz in Buffalo macht makabere Werbung für noch mehr Paranoide unter den Amerikanern.
Schlagzeilen wie „Terrorist strikes leave City in Chaos" die auf einer Plakatwand zu sehen sind, erschrecken ja sogar den dickhäutigsten Amerikaner, dann noch ein Datum in naher Zukunft hinzufügen und die Paranoia ist komplett.

makabere werbung vom roten kreuz in buffalo Mehrere solcher Schreckensbotschaften, vordatiert auf die nächsten Jahre, kann man zur Zeit in Buffalo, NY bewundern. Die Plakate beinhalten Ausschnitte aus der Titelseite einer Zeitung, mit Schlagzeile und Datum. Darunter steht der Link preparewny.org und das Logo des Roten Kreuzes. Die Fake-Schlagzeilen reichen von Naturkatastrophen wie Schneestürmen bis zu Angriffen mit biologischen Bomben.
Auf der minimalistischen Website sieht man als erstes gleich drei Papierschnipsel mit Daten darauf und darunter steht „If you knew that a certain desaster was going to happen on a given day, you‘d do everything possible to prepare for it."
website der katastrophen Doch dann klickt man weiter auf „What can I do?" und kommt zu der nächsten minimalistischen Seite auf der uns erklärt wird, dass es eben nicht möglich ist Katastrophen im Vorhinein zu wissen und, dass man sich eben deswegen darauf vorbereiten muss.
Die Webseite leitet die User mit den Menüpunkten „Make a Plan", „Build a kit" und „get trained" zum sicheren Überleben im Fall eines katastrophalen Ereignisses an.
Man erfährt was zu bedenken ist im Fall des Falles, zum Beispiel, dass die Notfall-Vorräte jedes halbe Jahr überprüft und erneuert werden müssen und dass man das Verhalten in Notfall-Situationen üben soll.
Die Seite gibt allgemeine Informationen über das richtige Verhalten im Notfall, geht auch speziell auf chemische Angriffe ein und gibt weiterführende Links.
was können wir im katastrophenfall tun? Die Webseite ist übersichtlich gestaltet und zeigt die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Im Großen und Ganzen also eine gute Idee. Doch ob man das über ihre geschmacklose Werbung auch sagen kann?
Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt besonders eines der Plakate, da es eine Bio-Waffenattacke für 9.November 2009 vorsieht, anders geschrieben für den 9.11., was hinsichtlich dem World Trade Center-Vorfall am 11.9. sicher kein Zufallsdatum ist.

Allein wenn man weiß wie schreckhaft Amerikaner sein können, weiß man auch, dass es vielleicht keine so gute Idee war. Die Bewohner von Buffalo machen wahrscheinlich gerade ihre Survival-Kits fertig und warten mit Schrecken auf die Katastrophen der kommenden Jahre.
Scheinbar können sich die Amis nicht entscheiden ob sie diese Anzeige eher kreativ oder abstoßend finden sollen, öffentliche Proteste oder Geldstrafen gibt es von den sonst so prüden Amerikanern noch keine.
Aber vielleicht hätten sie diesmal sogar recht dabei, immerhin sollte gerade das Rote Kreuz doch nicht mit Leben und Tod scherze

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Quelle: http://preparewny.org




United we stand – Europe has a mission !
Insights/Campaigns


United we standFilmplakate mit reißerischer Aufmachung, in bester Hollywoodmanier zieren seit geraumer Zeit Werbeflächen weltweit. Die EU – Flagge im Mittelpunkt, Explosionen und Kriegsgerät im Hintergrund und Ewan McGregor und Penenolpe Cruz in den Hauptrollen und somit im Vordergrund. Ein neuer Film oder ein neues EU-Plakat, das Geister scheidet und selbsternannte Moralapostel auf den Plan ruft. Nacktes Fleisch oder pornographische Posen waren auf den ersten Blick keine zu erkennen..
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