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Artikel getagged mit Mundpropaganda

Ein Mann, ein Wort und sein Buch
Insights/Mixed Stuff


Dave Balter ist Geschäftsführer einer der führenden Mundpropaganda-Marketing-Plattformen in den USA, BzzAgent. Nun hat er sein Buch "The Word of Mouth Manual Vol II" herausgebracht und gibt Usern Einblick in sein Werk.


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Glückstag Freitag der 13.
Insights/Products


bild_1.pngMacZOT! - ein unter Benutzern der Macintosh Plattform bekannter Online Shop für Shareware Software hatte sich für Freitag den 13. April etwas ganz besonderes ausgedacht. Während dort normalerweise Software von mehr oder weniger in der Szene bekannten Autoren zum Sonderpreis verkauft wird, und zwar immer nur eine, dafür jeden Tag eine andere, gabs diesmal ein ganz spezielles Angebot.
Die Betreiber von MacZOT! hatten es geschafft 13 verschieden Programme im Paket für nur 13$ anzubieten. Dabei handelte es sich aber um Shareware von denen die meisten einzeln schon mehr kosteten als der Paketpreis.
Der Haken hinter der Sache allerdings war, dass die kaufwilligen Kunden ihre Bestellung in einem Zeitfenster von 13 Minuten aufgeben mussten. Das resultierte natürlich in völlig überforderten Servern, die Seite soll laut Interessenten zeitweise auch einfach nicht erreichbar gewesen sein.
Als Stimmen laut wurden, es könnte sich bei der Aktion nur um einen PR-Gag oder eine Methode um an Kundendaten zu geladen handeln, ohne dass dabei dieses Angebot wirklich existieren würden, wurden vom Betreiber 3 weitere Zeitfenster (von ebenfalls je 13 Minuten) angekündigt, in denen das Angebot ebenfalls wahrgenommen werden konnte, und bestätigte damit vielen Kunden die Echtheit des Angebots, das sichtbar an der Serverbelastung die diese zeitweise zusammenbrechen ließ, deutlich genutzt wurde.
Um die Programmierer der einzelnen Programme, die verkauft werden sollten, zu überreden, ihr Produkt so billig herzugeben, bedurfte es einiges an Argumentationskraft.
Die Entwickler dieser Shareware-Programme arbeiten alleine oder in kleineren Gruppen an diesen Programmen und müssen mit dem Geld, das sie durch ihre Software verdienen, sich selbst und ihre maczot-freitag-13.jpgFamilie versorgen. Da hört sich 1 Dollar pro Käufer und pro Programm dann doch sehr wenig an, vor allem da der Markt für Mac-Software, im Vergleich mit Windows- (oder auch Linux-Software) recht winzig ist. Dennoch konnte Mac-Zot! genug Entwickler zusammenrotten die bei dieser kleinen Marketingaktion mitmachten.
Wie aber bringt man 13 Entwickler, die etwas verdienen wollen dazu so etwas Verrücktes zu unterstützen?
Weitaus überzeugender als die Kontra-Punkte war die Möglichkeit mehr Leute auf das eigene Produkt aufmerksam zu machen. Da Programmierer sich ja meist nur mit Code beschäftigen und zu wenig verdienen um mehr Leute einzustellen, läuft in Sachen Marketing meist nur wenig.
Das zweite Argument war die Sache mit der Mundpropaganda. Wenn das Programm einem Kunden sehr gut gefällt, wird er es seinen Bekannten auch empfehlen. Was zu noch mehr Käufern führt, die das Programm sonst vielleicht gar nicht kennen gelernt hätten.
Was diesen Marketingstreich aber noch Mal so gut macht, ist die Qualität der Produkte. Obwohl es sehr schwer gewesen sein muss die Programme überhaupt für diese Aktion zu bekommen, konnte ich kein unnötiges Programm entdecken, das nur zum Steigern der Mengenangabe diente.
Ein Tag an dem es solch ein Angebot gibt, kann doch nicht wirklich ein Unglückstag sein?! Denkste! Leider habe ich selbst zu spät von der Aktion erfahren und diese voll verpasst. Sonst hätte ich natürlich sofort zugeschlagen.


Quelle: http://www.maczot.com/




Handy 2.0
Insights/Products


handy.jpgWeb 2.0 ist ein alter Hut, Handy 2.0 dagegen ist brandneu. Zumindest in Europa.
Durch das Handy-Buch, erreicht das kleine Multifunktionsgerät ganz neue Wichtigkeit und hat auch schon ein paar Leben verändert.
Man kann sich das Handybuch als eine Art e-Book fürs Handy vorstellen. Allerdings mit einigen Abweichungen.
Zum Beispiel erhält man nicht das Ganze Buch auf ein Mal, sondern in ungefähr 100 Episoden aufgeteilt. Daraus ergibt sich, dass man eine dieser Episoden in weniger als 4 Minuten lesen kann. Also perfekt für die Kaffeepause oder die Ubahn-Fahrt zur Arbeit.
Der Schreibstil der Handybücher ist kurz und prägnant, beschränkt sich mehr auf das Wesentliche und hat somit die Möglichkeit um einiges spannender zu sein als herkömmliche Bücher.
In Japan gibt es Handybücher schon lange und damit man die Geschichten lesen kann, muss man dort ein Abonnement abschließen. Für umgerechnet ungefähr 2 Euro pro Monat, bekommt man jede neue Episode eines Romans aufs Handy geschickt.
Diese Abonnements kennen wir in Europa ja schon von diversen Handyspiele-Anbietern und Konsorten. Was uns auch nicht unbekannt ist, sind Literatur-Preisverleihungen. In Japan gibt es diese auch für Handybücher. Der Gewinner eines solchen Preises bekommt ein paar Tausend Euro und das Angebot seine Geschichte als gedrucktes Buch zu veröffentlichen.

Der Leser beeinflusst das Geschehen, da Autoren dankbar Ideen der Buch-Abonnenten annehmen und in ihre Geschichten mit einfließen lassen. Somit hat jeder die Möglichkeit ein Handybuch zu schreiben und diese wird auch von vielen Newcomern angenommen.
Es kommt vor, dass so manch ein Japaner neben seinem Hauptberuf mal ein Handybuch schreibt und dieses zum Bestseller wird, wie der Liebesroman dessen Autorin eine 17-Jährigen Schülerin ist.
Es gibt die Handybücher aus allen möglichen Gattungen, von Liebeserzählungen über Literaturklassiker bis hin zu Sex- und Lifestyle-Ratgebern.

Die Neuigkeit über einen neuen Top-Roman verbreitet sich meist durch Mundpropaganda und durch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum Autor, ist auch direktes Feedback möglich. Wenn eine Geschichte uninteressanter wird, merkt der Autor das in kürzester Zeit durch die zurückgehende Leserzahl.
Dass das Lesen auf den kleinen Handybildschirmen nicht sehr angenehm ist, scheint die Japaner nicht zu stören und vielleicht auch uns bald nicht, denn die Idee der Handy-Bücher bahnt sich ihren Weg durch Asien in unsere Richtung. Vielleicht wird auch bei uns bald die U-Bahn-Zeitung liegen bleiben, wegen eines Handybuches.
In Zeiten des Web 2.0 und der Podcasts, könnte die Handy-Lektüre aber durchaus eine Chance haben.
Andererseits stellt sich die Frage ob in einer Gesellschaft in der das e-Book schon fast vergessen wurde, das Ablesen von einem noch schlechteren Display überhaupt noch Freude macht.




Hinter den viralen Kulissen
Insights/Mixed Stuff


Dass virales Marketing auf dem Vormarsch ist, fällt mittlerweile auch schon immer mehr Durchschnitts-Internetusern auf. Nachdem in manchen Bevölkerungsschichten bereits mehr gesurft als ferngesehen wird, werfen inzwischen auch die traditionellen Medien immer öfter ein Auge auf diese neue Art des Werbens.


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Weihnachtsgrüße made at home
Insights/Campaigns


 

Youtube ist nicht nur ein Begriff, Youtube ist eine Ikone geworden. Wer von Online-Filmclips welcher Art auch immer redet, meint mit hoher Wahrscheinlichkeit Youtube. Nicht ohne Grund gab Google vor einigen Monaten die Übernahme des Videoportal-Giganten bekannt. Und Gigant ist ein milder Ausdruck, hat Youtube doch aktuellen Zahlen zufolge einen Marktanteil von fast 50%. Täglich werden 100 Millionen Videos abgerufen und 65.000 neue platziert.

Kurzum: Youtube ist in aller Munde. So wie Weihnachten - in Augenblick.

Holiday WishcastDas muss sich doch nutzen lassen, dachte sich nun Coca Cola und hat sich mit dem Portal zusammengeschlosse, um - basierend auf dem Youtube-Service - unter dem Titel „Holiday Wishcast" eine Seite auf die Beine zu stellen, die allen bei Youtube registrierten Besuchern die Freiheit gibt, eigene kleine Videogrüße auf die Seite hochzuladen. Diese sollen nicht länger als zwei Minuten sein und kein Copyright-geschütztes Material beinhalten.

Upgeloadete Videos, nicht nur die eigenen, lassen sich dann per Klick auf das eigens erstellte Banner als virtuelle Grußkarten versenden. Die Home-made Filmchen sind natürlich nicht die einzige Auswahloption, dazwischen finden sich immer wieder kleine Werbevideos des Zuckerwassermachers selbst, immer unterlegt mit der typischen Musik. Diese Videos werden übrigens direkt über die Coca Cola-Seite abgerufen.

WeihnachtsgrussUnter regelmäßigen Youtube-Nutzern hat die Idee für Aufmerksamkeit gesorgt und besonders angesehene Video-Uploader haben sich bereits an der Sammlung beteiligt, was wiederum dafür sorgte, dass mehr Besucher diesen Service nutzen. Die verschickten Videos erregen beim Empfänger aufsehen, dieser sieht sich die Seite selbst auch an, verschickt vielleicht etwas und schon befinden wir uns in der Endlosschleife.

Der Grund ist simpel: Die Zeit, als elektronische Grußkarten noch interessant waren und Aufsehen erregten, ist vorbei. Witzige, vielleicht sogar selbst gemachte Videos hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

CokeDie Idee ist natürlich genial, Mundpropaganda auf höchster Stufe, angetrieben allerdings von den populären Namen Youtube und Coca Cola. Diese sind übrigens nicht die Einzigen, die diese Idee hatten, Levi's hat auch schon versucht, Fuß im Videoportal zu fassen. Hierbei geht es darum, exklusive Backstage-Videos populärer Bands ins Netz zu stellen, und so ein breites Publikum anzusprechen. Dass die Idee fruchtet, zeigt das Besucherinteresse. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht zu einer Markeninvasion ausartet, sondern vielmehr kleinere Labels die Idee aufgreifen und sich so in einer ähnlichen Form einen Namen machen können. Das Publikum ist vorhanden. Wo sind die Ideen?

Gefunden auf: www.youtube.com/greeting_browser






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