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Artikel getagged mit MTV

Ein Immigrant als Werbe-Booster
Insights/Campaigns


aus_1.jpgMTV plagte in Australien ein Problem: Zwar war der Musikfernsehsender wohlbekannt für jede Menge US-amerikanische Massenware, jedoch nicht als TV-Kanal mit Australienbezug. Also beauftragte der Viacom-Sender eine Agentur, um die Australier zu aktiven MTV-Zusehern zu machen – und landete einen vollen Erfolg.


Die Aufgabe war nicht leicht: Wie könne es gelingen, einem weltweit agierenden TV-Sender ein nationales Gesicht zu verpassen? Um die Originalität der Antwort, die die Agentur Lowe Sydney auf diese Frage fand, verstehen zu können, muss man jedoch die Vorgeschichte kennen. Am 26. April des vergangenen Jahres verweigerte das „Australian Department of Immigration and Citizenship“ niemand anderem als Snoop Dogg aufgrund dessen „charakterlicher Defizite“ sowie dessen krimineller Vergangenheit die Einreise. Snoop Dogg gebe kein gutes Role-Model für Kinder, war aus_2.jpgImmigrationsminister Kevin Andrews überzeugt. Den Besuch der MTV Australia Video Music Awards 2007 konnte sich der Rapper somit in die Haare schmieren, obwohl er den Preis für den besten Hip-Hop-Künstler zugesprochen bekommen hatte.

MTV Australia reagierte auf seine Weise. Mit „Welcome Snoop“ wurde eine Kampagne gestartet, die nun das genau gegenteilige Ziel verfolgte wie die Regierung: Der allerorts Kontroversen auslösende Rapper sollte Australier werden! In einem elf Minuten langen humoristischen Filmchen, der in 19 Teilen ausgestrahlt wurde, ist Snoop Dogg zu sehen, wie er in Sidney sogar eine noble Villa ersteht, die er flapsig „the Dogg House“ nennt. Zu sehen ist darin auch die singende australische Schauspielerin Sophie Monk, die Snoop als seine „real Aussie girlfriend“ bezeichnet.

Neben der TV- und Printkampagne engagierte sich MTV jedoch natürlich auch online: Unter mtv.com.au/snoop sind nicht nur die Spots zu sehen, sondern kann auch für die Einbürgerungserlaubnis des Rappers gevotet werden. Seine Fans sollten also mit einem Besuch auf der aus_4.jpgMTV-Microsite ihrer Unterstützung Ausdruck verleihen und wurden damit zu einem Bestandteil der Kampagne.

Über die Person des Rappers kann man ja durchaus geteilter Meinung sein. Ob man Sprüche wie „Get the girls ready ... and put on the barbecue” sympathisch findet, muss wohl jeder für sich entscheiden.  Der Erfolg der Kampagne an sich jedoch kann sich nun, ein Jahr danach, wirklich sehen lassen. Über 410.000 konnte Snoops Microsite von MTV Australia lukrieren, was, so die Werber stolz, einer Reichweite von 16,9 Prozent innerhalb der Zielgruppe entspreche. Zudem katapultierte die Berichterstattung über die Aktion die Marke MTV in Sachen Aufmerksamkeit an den „höchsten Punkt ihrer Geschichte“.

Dies schlug sich natürlich auch finanziell nieder: MTV, in Australien ein Pay-TV-Sender, verfügt nun über drei Mal so viele Abonnenten wie vor einem Jahr.

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Gefunden auf: adsoftheworld.com



MTV im Kampf für ein gutes Klima
Insights/Campaigns


 

MTV im Kampf gegen den KlimawandelSchwer zu sagen, was einfacher ist: Jugendliche weg von YouTube wieder hin zum Glotzen eines Musikfernsehkanals zu locken, oder die Welt zu retten, in dem man jungen Erwachsenen die Vorzüge von einem klimabewussten - formerly known as „umweltbewussten" - Leben näher bringt. Zumindest MTV scheint im Augenblick jedenfalls das Zweitere für leichter umsetzbar zu halten.

Die Viacom-Tochter initiiert nun nämlich eine weltweite Kampagne für den Klimaschutz. Dabei werden 40 verschiedene Promo-Videos ausgestrahlt, in denen Prominente wie Sophie Ellis-Bextor oder Shaggy zum MTV SwitchBesuch der MTV-Website mtvswitch.org einladen. Dort einmal hingesurft bekommt man schließlich wenig neue, aber doch sinnvolle Ratschläge, wie man als Einzelperson mithelfen kann, dem globalen Klima etwas unter die Arme zu greifen.

Adressaten der Aktion stellen dabei die 15-25-jährigen dar. MTV sieht seine Kampagne als ersten „wahren" Schritt an, der bei dieser jungen Zielgruppe jemals bezüglich des Klimawandel-Themas Tolle Tipps zur effizienteren Energienutzungüberhaupt jemals getätigt wurde. Über die Aufrichtigkeit eines gewinnorientierten Unternehmens in Sachen Treibhausgasreduktion, dessen Fernsehshows das Vokabular der deutschen Sprache die Erweiterung um das Wort „pimpen" zu verdanken hat, lässt sich wohl streiten; die Kampagne an sich ist jedoch respektablem Ausmaß. Denn nicht nur die eigenen Werbezeiten sollen damit gestopft werden, auch anderen TV-Anstalten werden die Spots angeboten - was dem Image von MTV selbst vermutlich auch nicht gerade ...auch Cameron Diaz findet das superschaden sollte. 25 Fernsehstationen haben sich weltweit bereits dazu entschlossen, die Promo-Videos in ihr Programm aufzunehmen.

Doch das soll nicht alles gewesen sein: MTV wird im Rahmen seines Klima-Schwerpunkts auch spezielle Sondersendungen ausstrahlen, die insbesondere eine effizientere Energienutzung vermitteln sollen. In einer Spezialfolge von „Pimp my Ryde" wird sogar gezeigt, wie ein Auto mit einem Biodieselmotor bestückt wird.

Abschließend noch der obligatorische Hinweis, der bei Aktionen dieser Art freilich niemals fehlen darf: Die sechs verschiedenen an „MTV Switch" beteiligten Werbeagenturen haben alle kostenlos ihre Dienste zur Verfügung gestellt. Amen.

 Gefunden auf: mtvswitch.org




MTV wird spirituell
Insights/Campaigns


In einer Welt voller Gewinn- und Erfolgsstreben kann so mancher an sich und der Welt zweifeln. Orientierungslos taumeln die Massen durch das Leben, sinnentleert scheint der Alltag zu sein! Doch Institutionen wie die Kirche bieten einfach nicht mehr den Halt, den der moderne Großstadtmensch sucht.

Denn Erleuchtung und Inspiration findet dieser vielmehr bei spirituellen Führern, deren Methoden auf Nicht-Jünger manchmal etwas unseriös anmuten. Als ein solcher kann auch Rodney Gray bezeichnet werden, der seinen eigenen Kult kreiert hat. Eine unglaubliche Lebensgeschichte kann der Begründer des Air Massage Cult erzählen: vom nahezu virtuosen Luftgitarristen hat er es zum Vermischer verschiedensten religiösen Elemente gebracht. Walgesänge, Aura und Nirvana sind Teil seiner Spiritualität und seine Anhängerschar wächst täglich...

Rodney heals

Klingt unglaublich? Ist es auch: Natürlich ist das alles nur Werbung und nicht Realität. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine Branding-Kampagne für den Musiksender MTV, die in über 52 Ländern gezeigt wird. Dabei hat sich die Neuseeländer Filmproduktionsfirma Exile Films gegen die starke internationale Konkurrenz durchgesetzt. Mit der absichtlich trashigen  Aufmachung der Homepage mit dem Titel Rodney heals scheint Exile Films allerdings den Zeitgeist des hippen Musiksenders getroffen zu haben.

Walgesänge und Nirvana

Auch andere große Konzerne haben sich schon auf solches Marketing verlassen. Das Werbekonzept mit vermeintlichen New Age-Gurus mit zweifelhafter Glaubensausrichtung bzw. -ausübung zu werben, scheint im Trend zu liegen. Auch der Schweizer Uhrenhersteller Swatch warb mit dem Vodoo-Priester Eddy Lazaro, flip the flop berichtete, für seine Valentinstags-Kollektion.

Na, wenn's hilft...

 

Gefunden auf Ads of the World




The C.M.O.N.S.
Insights/Campaigns


The C.M.O.N.S.Was hat ein Kleinwagen mit einer fiktiven Band aus Stofftierchen gemeinsam? Richtig, nämlich gar nichts! Wie so oft steht auch in diesem Fall eine derartige Feststellung am Beginn eines Artikels über eine virale Werbekampagne. Tatsächlich entfernten sich die Kampagnen anno 2007 zusehends weiter von Werten wie „Relevanz der Botschaft für die Marke“ und „Product Value“, wie das Branchenblatt „Werben und Verkaufen“ in seiner Ausgabe vom 13. Dezember diagnostiziert. Denn das „Internet – und die mit ihm gewachsene neue Art der Verbreitung medialer Botschaften – zeigt gravierende Auswirkungen.“ Aufgrund dessen Beschaffenheit, (zumindest derzeit) eher ein Pull- als ein Pushmedium zu sein, findet derzeit unter Werbern ein radikaler Paradigmenwechsel statt. Notwendigerweise, gaben doch in einer Umfrage dieses Jahr zum ersten Mal mehr Menschen an, dass sie vor die Wahl gestellt eher auf den Fernseher als auf den Internet-Zugang verzichten würden.

So kommt es, dass sich Werber mit einer Entwicklung herumschlagen müssen, mit der sich bisher vor allem Pädagogen konfrontiert waren: Mehr Aufwand für die Erhöhung der Aufmerksamkeit auf Kosten des Inhalts. Die aufklärerische Kinoreklame, die der braven Hausfrau bis ins Detail den Gebrauch des neuen Waschpulvers erklärt, war inSchön gestaltet... den 50ern, dann kam die Pawlowsche Konditionierungswerbung, die mittels der Vermittlung positiver Emotionen für das richtige Branding sorgen sollte, heute geraten Marken und Produkte oftmals bloß noch zu Nebendarstellern einer semi-virtuellen Eventkultur. Nur dabei statt mittendrin, aber immerhin noch drumherum. Zur Not werden sogar Messages in Kauf genommen, die negativ auf die Marke zurückfallen könnten – so gesehen bei aktuellen viralen Clips für Sprite Zero, ganz im Stile pubertierender Nachahmer von „Jack Ass“ und „Fist of Zen“ verfasst.

Die fiktive Stofftierchen-Band namens „The C.M.O.N.S.“, die den Absatz eines deutschen Kleinwagens ankurbeln soll, ist nahezu ein Paradebeispiel für die Entwicklung, dass Produkte paradoxerweise oftmals nur noch ein Product Placement in ihrer eigenen Vermarktung zugewiesen bekommen. Die aktuelle virale Kampagne für den Opel Corsa lautet so: „The C.M.O.N.S.“, die Fab 5 unter den Stofftierchen-Bands, suchen ihre größten Fans. Also starteten sie einen Contest, bei dem die Teilnehmer auf einen eigens dafür geschaffenen YouTube-Channel Videos raufladen können, in denen sie ihre fanatische Anhängerschaft für die Ach ja, um ein Auto gings da ja auch noch irgendwie...!„C.M.O.N.S.“ unter Beweis stellen. Zu gewinnen gibt es freilich attraktive Preise, wie beispielsweise iPods. Entstanden ist die Kampagne übrigens in Kooperation mit MTV (ja genau, jenem amerikanischen Musikfernsehkanal, der alles spielt, außer Musik). Der Contest läuft bereits seit November und dauert noch bis Ende Januar an.

Freilich ist das nicht die erste Aktion dieser Art. So hat auch beispielsweise Heinz Ketchup eine derartige usergenerierte Video-Werbekampagne bereits in die zweite Runde geschickt. Überhaupt wurde auf Flip the Flop im vergangenen Jahr laufend über ähnliche Aktionen berichtet, deren Hauptvorteil vor allem in ihren niedrigen Kosten liegt. Man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird, denn nach wie vor ist das Web ein sehr junges Medium mit einer hochdynamischen Entwicklung, die immer wieder neue Haken schlägt. War Anfang des Jahres Second Life in aller Munde, so spricht zwölf Monate später kein Mensch mehr darüber.

Zu rechnen sein wird aber damit, das (effiziente) Werbung im Web wieder teurer werden wird. Google will schließlich sein Geld für den teuren YouTube-Kauf wieder einmal zurückverdienen. Und auch der IT-Riese Microsoft hat sich schon gerüstet: Für eine Technologie, die die User Inhalte erst nach dem Zuendesehen eines Werbespots herunterladen lässt, hat die Softwareschmiede aus Redmond bereits ein Patent beantragt.

Gefunden auf: thecmons.com






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