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Artikel getagged mit Microsoft

Alternative Reality
Insights/Mixed Stuff


42entert.jpgAlternative Reality... Games. „42 Entertainment", eine amerikanische Firma bietet multimediale Reality Games als Werbung für ihre Kunden.
Multimediale Reality Games? Was ist denn das eigentlich genau? Als sich 2001 zum Filmstart von „AI" von Steven Spielberg auf den Werbeplakaten verschlüsselte Telefonnummern befanden und die Entdecker dieser Information rund um den Globus zum Telefonhörer griffen und somit zu Mitspielern in einem der ersten dieser multimedialen Reality Games wurde.
Ein weiteres Beispiel, ebenfalls organisiert und produziert von 42 Entertainment, ist eine virtuelle Schnitzeljagd für Microsofts Videospiel „Halo 2". Dabei wurden den Spielern Honiggläser zugeschickt, wobei sich inmitten des köstlichen Brotaufstrichs die Adresse einer Website mit dem Titel „I love bees" mit dem nächsten Schritt befand. Der Weg führte schließlich weiter zu Telefonhäuschen auf der ganzen Welt, die zu bestimmter Uhrzeit angerufen wurden und so den Mitspielern wichtige Hinweise zum nächsten Punkt der Schnitzeljagd gaben.
42 Entertainment beschreitet eine neue Art und Weise, Geschichten zu erzählen. Wer von uns wollte zum Beispiel nicht schon irgendwann einmal selbst einen Schatz bergen, ein vollständig erhaltenes Dinosaurier-Skelett ausgraben oder zumindest wie ein Detektiv einen spannenden Fall lösen.
Zweifelsohne also, ist diese Art von Reality Games für viele Menschen sehr witzig, weswegen sich auch immer mehr für diese Schnitzeljagden interessieren, die ja eigentlich als Werbung für ein Produkt gedacht und konzipiert sind.
Angemerkt muss dabei aber werden, dass die beworbenen Produkte bei diesen Spielen meist nur am Rande erwähnt werden, eine Nebenrolle spielen oder eventuell am Ende gewonnen werden können. Die meiste Zeit wird aber für den Mitspielern an Rätseln herum getüftelt die rein gar nichts mit dem Produkt, für das schließlich einfach nur neue Käufer gefunden werden sollten, zu tun haben. Was also ist der Anreiz für zum Beispiel einen Automobilhersteller, eine weltweite Schatzsuche zu finanzieren und als Hauptpreis ein Auto zu verschenken, wenn die Mitspieler zwar die Rätsel lösen aber dabei überhaupt nichts über das Produkt erfahren?
Die Grundidee ist ganz einfach: Flüsternd erreicht manchmal mehr als wenn du schreist. Eigentlich ein äußerst begrüßenswerter Ansatz aus der Werbebranche, wenn man bedenkt wie die meisten Konsumenten heute mit multimedialen Reizen überflutet werden, wenn es darum geht, ein Produkt gegen bares Geld über den Warentisch wandern zu lassen.
In einer Zeit, wo wir von jeder Hausfassade, Plakatwand und Ubahn-Station am Weg zur Arbeit, daheim während wir unsere Lieblingsserie im TV ansehen oder eine Zeitschrift durchblättern, mit Informationen zu neuen Produkten und wie viel besser unser Leben durch diese werden würde, überschüttet werden, stellt eine witzige Schnitzeljagd oder spannende Schatzsuche in meinen Augen eine willkommene Abwechslung für den potentiellen Kunden dar, die dieser durchaus mit Interesse am beworbenen Produkt honorieren könnte - wenn er sich schließlich überlegt, was war denn das eigentlich für ein verdammt cooles Auto?
http://www.42entertainment.com/



Das Microsoft-Dilemma
Insights/Campaigns


 

1978Als Monopolist hat man's gar nicht so leicht. Zwar hat man als solcher den Vorteil, (de facto) ohne Konkurrenz zu sein, jedoch den imagetechnischen Nachteil, ständig in der Kritik zu stehen. Das ist so ähnlich wie in der Betriebskantine: So günstig kann da das Preis/Leistungsverhältnis gar nicht sein, als dass es nicht trotzdem jeden Tag etwas zu meckern gebe - eben weil wir Konsumenten nichts so sehr hassen, wie wenn wir wenig bis gar keine Auswahlmöglichkeiten haben.

Davon, dass man als Monopolist ständig im Kreuzfeuer von Kritikern (und Tortenwerfern) steht, davon kann Bill Gates - auch wenn er noch so viele Milliarden Dollar an Kinder der dritten Welt Solitärspendet - wohl nur ein Liedchen singen. Stolze 90 Prozent der PCs weltweit sind mit einem Microsoft-Betriebssystem ausgestattet und echte Alternativen dafür sind nach wie vor weit und breit nicht in Sicht. Das bei weitem größte Softwareangebot, die damit verbundene Kompatibilität sowie die Entwicklungsarbeit und der Support, die sich Microsoft leisten kann (die Entwicklung von Windows Vista verschlang stolze sechs Milliarden Dollar), lässt bei den meisten einfachen Usern alle Argumente der Kritik mit einem Schlag vom Tisch wischen.

clearification.comDoch wenn man zu etwas „gezwungen" wird, dann hat man es eben nur noch halb so gern. Klar, dass es da Marketing-Kampagnen im Fall von Windows Vista nicht leicht haben. Über die „Show us your WOW"-Kampagne wurden wir ja bereits informiert. Doch freilich kann es Microsoft bei einem Produkt, in dem sechs Milliarden Dollar Entwicklungskosten stecken, nicht nur dabei belassen.

Unter clearification.com findet sich etwa eine virale Marketingkampagne, die mit Hilfe des aus der in der USA als Kultsendung geltenden „The Daily Show" bekannten Stand up-Comedians Demetri Martin gestaltet wurde. Zu sehen ist auf der Flash-Site ein von sanften Gitarrenklängen untermalter Vistavor sich herphilosophierender Zyniker sowie diverse Videoclips. Ein Zusammenhang des dort gebotenen und sicherlich einigermaßen unterhaltenden - so fern man New Yorker Humor schätzt - Contents mit Microsofts neuem Betriebssystem erschließt sich dem Betrachter allerdings kaum.

Ein US-amerikanischer Releaseclip von Microsoft fällt vor allem dadurch auf, dass er sich des neuen Windows-Startsound als Element bedient - Sound branding at it's best. Aber auch Microsoft Österreich ließ sich etwas einfallen: Am 30. Januar, dem LinuxTag des offiziellen Windows-Releases, nistete man sich bei einer der meistbesuchtesten Seiten des Landes, derstandard.at, ein, und ließ sie in Vista-artigem grün erscheinen. Auch keine ganz neuartige Aktion mehr, die allerdings immer noch für mehr aufsehen sorgt als schlichte Bannerwerbung.

Ob das die dort (zumindest laut den Postings) ziemlich Apple- und Linux-affinen Besucherinnen und Besucher überzeugen konnte, bleibt fraglich. Ein kleiner Underdog wie das Open-Source Betriebssystem wie Linux braucht eben keine Marketingmaßnahmen, um ein gutes Image zu haben. Alternativ zu sein ist eben schon an sich cool - dafür aber auch wirtschaftlich vergleichsweise bedeutungslos.

Gefunden auf: clearification.com

 




Das Mojave-Experiment
Insights/Campaigns


Es hätte der große Renner werden sollen, geworden ist es aber eher das ungeliebte Stiefkind: Windows Vista. Hartnäckige Gerüchte über hohe Hardwareanforderungen bei gleichzeitig magerem Fortschritt lassen Viele einen Bogen um das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft machen. Nun will der Konzern beweisen, dass das schlechte Image von Vista auf unhaltbaren Vorurteilen beruht.


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How to kill your brand
Insights/Mixed Stuff


 

PlayStation 3Wenn ein privates Video, das gerade erst einmal zwei Wochen lang auf YouTube zu finden ist, bereits über 520.000 mal angesehen wurde und zudem die User zu mehr als 3.100 Kommentaren angespornt hat, dann muss es sich dabei schon um etwas handeln, das den Menschen ordentlich unter die Haut geht - wie zum Beispiel eine Spielekonsole.

Das Video „How to kill your brand", das - so lehren es zumindest die heute „Blogs" genannten weisen Fabeln dieser Welt - auf das Konto eines enttäuschten 20-jährigen ehemaligen PlayStation-Fans geht, hat wohl so ziemlich alles, was ein gutes Video braucht: Es ist clever, witzig, professionell gemacht, PS3 Onlinebringt einen konkreten Inhalt auf den Punkt und beglückt mit guter Musik. Gecovert wurde dafür „How to Save a Life" von The Fray's, das mit einem Text unterlegt wurde, der sich dermaßen prägnant und authentisch gegen Sonys PlayStation 3 richtet, dass man selbst als Nicht-Gamer eigentlich sofort überzeugt ist, dass die Konsole ein Dreck sein muss:

Step 1, You make your console cost the most,
You Beat your chest and proudly Boast,
Despite no good exclusive games
You make a bunch of ridiculous claims,

Phil HarrisonThen ignore our need to play online
Don't make it fun like Xbox Live
Use Blue Ray, Which I don't need
Now you're getting your ass kicked by the Wii

Sony, you went wrong, with your PS3
I'll just keep playing my 360
Hope this song has helped, you understand
Now you know, How You Killed Your Brand.

Phil Harrison yeah you know best
Except you didn't Beta Test
Sure I can surf the net
But I can't find my Gaming Friends

You Say Halo 3 Don't worry you
Instead you offer Killzone 2
But Killzone 1 sucked before
So what made you think we wanted more?
XBOX 360

Es bräuchte nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass es sich bei dem PS3-Song um virale Werbung von Microsoft handeln könnte. Und tatsächlich ist „How to kill your brand" mit genau einem Monat vor dem Erscheinungstermin der Konsole in Europa zu einem für Sony denkbar ungünstigen Zeitpunkt online gestellt worden ist.

Tatsache aber ist, dass der Clip offenbar eine bereits bestehende Wunde aufgerissen hat unter zahlreichen enttäuschten PlayStation-Fans, die mit der dritten Generation der Konsole so ganz und gar nicht zufrieden sind - anders wäre die enorme Resonanz nicht zu erklären. Der hohe Preis, die Schwierigkeiten beim Online-Gaming... Da greift eben schon so manch einer zur Gitarre und singt sich sein Leid von der Seele!

Gefunden auf: YouTube




The C.M.O.N.S.
Insights/Campaigns


The C.M.O.N.S.Was hat ein Kleinwagen mit einer fiktiven Band aus Stofftierchen gemeinsam? Richtig, nämlich gar nichts! Wie so oft steht auch in diesem Fall eine derartige Feststellung am Beginn eines Artikels über eine virale Werbekampagne. Tatsächlich entfernten sich die Kampagnen anno 2007 zusehends weiter von Werten wie „Relevanz der Botschaft für die Marke“ und „Product Value“, wie das Branchenblatt „Werben und Verkaufen“ in seiner Ausgabe vom 13. Dezember diagnostiziert. Denn das „Internet – und die mit ihm gewachsene neue Art der Verbreitung medialer Botschaften – zeigt gravierende Auswirkungen.“ Aufgrund dessen Beschaffenheit, (zumindest derzeit) eher ein Pull- als ein Pushmedium zu sein, findet derzeit unter Werbern ein radikaler Paradigmenwechsel statt. Notwendigerweise, gaben doch in einer Umfrage dieses Jahr zum ersten Mal mehr Menschen an, dass sie vor die Wahl gestellt eher auf den Fernseher als auf den Internet-Zugang verzichten würden.

So kommt es, dass sich Werber mit einer Entwicklung herumschlagen müssen, mit der sich bisher vor allem Pädagogen konfrontiert waren: Mehr Aufwand für die Erhöhung der Aufmerksamkeit auf Kosten des Inhalts. Die aufklärerische Kinoreklame, die der braven Hausfrau bis ins Detail den Gebrauch des neuen Waschpulvers erklärt, war inSchön gestaltet... den 50ern, dann kam die Pawlowsche Konditionierungswerbung, die mittels der Vermittlung positiver Emotionen für das richtige Branding sorgen sollte, heute geraten Marken und Produkte oftmals bloß noch zu Nebendarstellern einer semi-virtuellen Eventkultur. Nur dabei statt mittendrin, aber immerhin noch drumherum. Zur Not werden sogar Messages in Kauf genommen, die negativ auf die Marke zurückfallen könnten – so gesehen bei aktuellen viralen Clips für Sprite Zero, ganz im Stile pubertierender Nachahmer von „Jack Ass“ und „Fist of Zen“ verfasst.

Die fiktive Stofftierchen-Band namens „The C.M.O.N.S.“, die den Absatz eines deutschen Kleinwagens ankurbeln soll, ist nahezu ein Paradebeispiel für die Entwicklung, dass Produkte paradoxerweise oftmals nur noch ein Product Placement in ihrer eigenen Vermarktung zugewiesen bekommen. Die aktuelle virale Kampagne für den Opel Corsa lautet so: „The C.M.O.N.S.“, die Fab 5 unter den Stofftierchen-Bands, suchen ihre größten Fans. Also starteten sie einen Contest, bei dem die Teilnehmer auf einen eigens dafür geschaffenen YouTube-Channel Videos raufladen können, in denen sie ihre fanatische Anhängerschaft für die Ach ja, um ein Auto gings da ja auch noch irgendwie...!„C.M.O.N.S.“ unter Beweis stellen. Zu gewinnen gibt es freilich attraktive Preise, wie beispielsweise iPods. Entstanden ist die Kampagne übrigens in Kooperation mit MTV (ja genau, jenem amerikanischen Musikfernsehkanal, der alles spielt, außer Musik). Der Contest läuft bereits seit November und dauert noch bis Ende Januar an.

Freilich ist das nicht die erste Aktion dieser Art. So hat auch beispielsweise Heinz Ketchup eine derartige usergenerierte Video-Werbekampagne bereits in die zweite Runde geschickt. Überhaupt wurde auf Flip the Flop im vergangenen Jahr laufend über ähnliche Aktionen berichtet, deren Hauptvorteil vor allem in ihren niedrigen Kosten liegt. Man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird, denn nach wie vor ist das Web ein sehr junges Medium mit einer hochdynamischen Entwicklung, die immer wieder neue Haken schlägt. War Anfang des Jahres Second Life in aller Munde, so spricht zwölf Monate später kein Mensch mehr darüber.

Zu rechnen sein wird aber damit, das (effiziente) Werbung im Web wieder teurer werden wird. Google will schließlich sein Geld für den teuren YouTube-Kauf wieder einmal zurückverdienen. Und auch der IT-Riese Microsoft hat sich schon gerüstet: Für eine Technologie, die die User Inhalte erst nach dem Zuendesehen eines Werbespots herunterladen lässt, hat die Softwareschmiede aus Redmond bereits ein Patent beantragt.

Gefunden auf: thecmons.com






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