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Artikel getagged mit Interview

Interview mit Claudia Winkler, Vipnet
Insights/Interviews


Vipnet, einer der führenden kroatischen Mobilfunkanbieter, hat vor wenigen Wochenl eine neue Discountmarke gelauncht: tomato.

Tomato besticht durch sensationell günstige Preise, die durch ein übersichtliches Produktangebot möglich werden. So werden lediglich Sprachtelefonie und SMS zum einheitlichen Tarif in alle Netze angeboten.

Flip The Flop hat mit Mag. Claudia Winkler, Residential Marketing Director von Vipnet, darüber gesprochen, warum ein führender Mobilfunkanbieter eine Low-Cost-Brand launcht, auf welche Besonderheiten dabei geachtet werden muss und um was es sich bei „tomato“ genau handelt.


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Interview mit Karl Heinz Lang, adidas
Insights/Interviews


Begonnen hatte alles 1920, als Adi Dassler aus den wenigen Materialien, die nach dem ersten Weltkrieg erhältlich waren, seine ersten Schuhe fertigte. Heute reicht die adidas Produkt-Palette von Schuhen, Bekleidung und Accessoires für Basketball über Fußball, Fitness und Training bis hin zu Adventure, Trail und Golf.

Adidas hat durch die WM 2006 einen starken Auftrieb erlebt. Deutschland als Gastgeber- und Heimatland der Marke steht endlich wieder zu seinem Land. Fliptheflop will wissen, was dahinter steckt. Deshalb interviewen wird den Spezialisten in Sachen adidas: Karl Heinz Lang - er hat  Anfang 1975 als Assistent von Adi Dassler angefangen und war bis 1996 im Bereich Footwear Operations tätig. Seit 1997 ist der Spezialist "Head of HR Global Training Center & Archives" und gilt allgemein als "das Gedächtnis von adidas".adi_dassler

 Interview

Flip The Flop 

Herr Lang, wir freuen uns Sie als langjährigen adidas-Kenner interviewen zu dürfen. Die WM ist sehr erfolgreich verlaufen. Wie war denn die Stimmung während der WM bei Adidas?

Karl Heinz Lang

Wir bei adidas sind ja ein gemischtes Völkchen. Die Stimmung war dementsprechend gut – es war so wie überall in Deutschland. Fahnen wohin das Auge reicht!

 Gab es durch die WM mehr zu tun?

Ja sicherlich. Die WM hat alle Vorstellungen bei weitem übertroffen. Das ist natürlich auch mit  mehr Arbeit verbunden. Alle Personen die im Bereich Communication oder produktionsbezogen gearbeitet haben, waren natürlich stärker eingespant. Viele Kollegen waren nach der WM platt und haben sich danach einen wohlverdienten Urlaub gegönnt. Die hohe Konzentration und die intensive Arbeit schlaucht, auch wenn’s sehr viel Freude macht. Zudem hatten wir einen großen Medienauflauf, sind von einem Interview zum andern gewandert. Aber das alles ist ja ein positiver Stress.

Der Teamgeist

Der Teamgeist wurde über 15 Millionen Mal verkauft. Wie kommt es, dass sich der Ball so unheimlich gut verkaufte?

Die hohen Verkaufszahlen lagen sicherlich zum Teil am Namen, der hat’ s getroffen. Er war ja Teil einer Gesamtkampagne. Der Ball hat die Stimmung in jedem Fall total getroffen. Zwei Torhüter haben sich sogar beschwert dass der Ball zu gut fliegt. Doch der Tordurchschnitt bei der WM war extrem niedrig. Wäre der Ball nicht so gut geflogen, wäre dies möglicherweise die Torärmste WM aller Zeiten geworden. Der Teamgeist ist zudem vom Stiftung Warentest zum besten Ball gekürt worden. Ja und das spezielle Design darf auch nicht vergessen werden. Die Medien haben viel darüber berichtet – sie sagten mitunter erinnert das Design des TEAMGEIST an eine Slip Einlage. Das sprach sich natürlich herum wie ein Lauffeuer und kurbelte den Verkauf zudem an.

  Woher wussten Sie, wie viele Bälle adidas verkaufen wird?

Das wussten wir nicht, aber es gab schon Vorstellungen.

Waren immer genügend Bälle vorhanden, oder musste der Ein oder Andere schon mal auf seinen Teamgeist warten?

teamgeistEs wurden wie gesagt alle Erwartungen übertroffen. Wir mussten extrem gut planen. Man hat nach den Schätzungen entsprechend vorproduziert. Aber es gab schon kleine Engpässe.

Und der Spielball selbst?

Zum ersten Mal bei einer WM stand auf den Spielball Wer gegen Wen und Wann spielt. Die Bälle wurden bei uns in Scheinfeld mit dem jeweiligen Mannschaftsnamen und dem Spieldatum, bedruckt. Das konnte zwar logistisch vorbereitet werden, aber man stößt mit der Zeit an die Kapazitätsgrenze. Wir hatten ja nur 2 Tage Zeit um die Bälle zu bedrucken und wussten im Vorhinein nicht, Wer gegen Wen spielt.

 Welche Auswirkungen hatte der Name TEAMGEIST auf die WM?

Der TEAMGEIST hat die Stimmung während der ganzen WM repräsentiert. Es entstand eine wunderbare Symbiose. Der Name war auf einmal das Gefühl der Menschen. Nicht nur Spieler sondern auch Zuschauer waren der Teamgeist. Aber es war nicht nur der Teamgeist, die Stimmung schwappte auch zu anderen Produkten über. Ein Beispiel ist das „Danke Schön“ Trikot das die deutsche Elf beim Auftritt in Berlin trug. Das war zwar alles vorbereitet, man ging jedoch von einer kleinen Menge aus und der Auftritt in Berlin verursachte eine explosionsartige Nachfrage, auf die wir zu Beginn nicht vorbereitet waren.

Der Schuh

Welche Modelle wurden auf der WM gespielt?

 Eine bunte Mischung. Die meisten Spieler haben sich ihre Schuhe ausgesucht. Man konnte sehr gut sehen, dass die jungen Spieler vorwiegend die neuen Modelle gespielt haben, während die erfahreneren Spieler auf unsere allbewährten Modelle zurückgegriffen haben. Podolski und Schweinsteiger haben den +50 Tunit gespielt, Ballack und Zidane den Predator. Und eine ganze Reihe von Spielern haben den Copa Mundial und den World Cup zum spielen gewählt. Dies kann nur die Entscheidung der Spieler gewesen sein und zeugt von der Qualität unserer Schuhe, denn der Copa Mundial und der World Cup sind Klassiker. Diese Schuhe werden schon seit den 80er Jahren gespielt und werden momentan von uns nicht verstärkt beworben.

 Adidas sagt selbst: Adidas war, ist und wird immer die führende globale Fußballmarke sein. Weshalb ist das Ihrer Meinung nach so?

Das liegt einerseits in der langen Tradition und der hohen Qualität der Produkte. Andererseits trägt unser Fokus auf Innovation einen großen Anteil zum Erfolg  bei. Tatsache ist, dass schon ganz am Anfang der Marke, also vor dem zweiten Weltkrieg, Leichtathletik- und Fußballprodukte hergestellt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg lag der Schwerpunkt von adidas dann beim Fußball. Die Geschichte von adidas und Puma ist ja wohl bekannt. Die beiden Marken standen in einem ständigen Konkurrenzkampf, weshalb beide verstärkt versucht haben, sich durch Innovationen einen Vorteil zu verschaffen. Adi Dassler war mit adidas jedoch immer der Stärkere in Sachen Innovation. Innovationen sind demnach in der Geschichte von adidas tief verwurzelt.  Das Gefühl für Fußballschuhe ist bei uns einfach vorhanden.

 Stichwort +10

Die größte Marketingkampagne für und um den Fußball von adidas.

Irgendwann taucht der Begriff +10 sicherlich im Duden auf. Sie müssen sich vorstellen, es war nicht nur eine reine Kampagne nach außen sondern auch intern. +10 wurde auch über unser Intranet verwendet. Alles ist auf das Gemeinschaftsspiel gerichtet. Denn allein bist nicht viel aber im Team bist du alles. Auch die Japaner waren von dieser Philosophie sehr angetan. Es gab eine eigene interne adidas WM die auf allen Kontinenten ausgetragen wurde. Jedes Land hatte eigene Mannschaften und es wurde um den jeweiligen Kontinentmeister gespielt. Die Kontinentmeister traten dann jeweils gegeneinander in Herzogenaurach an. Letztendlich haben die Amerikaner vor den Deutschen die adidas WM gewonnen. Das BBC London hat den ganzen Spaß auch aufgenommen. Das kam natürlich auch bei denjenigen, die mit Fußball nicht viel anfangen können super an. Diese internen Veranstaltungen waren der sehr wichtig für die Mitarbeitermotivation.

  Was ist für die EM 2008 zu erwarten?

Hier zitiere ich den viel gehörten Satz von Herberger – „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Wenn unsere Entwickler und Designer sich jetzt erst am Kopf kratzen würden wäre das verdammt spät. Einen Teamgeist zu entwickeln geht nicht in 3 Wochen. Hier geht es schließlich nicht nur um Namen und Design sondern auch um Technologie.

Gibt es schon zahlen über die WM bedingten Umsatzsteigerungen?

Die Sache ist noch nicht ganz abgeschlossen, im 4. Quartal ist mit den Zahlen zu rechnen. Aber es ist deutlich mehr als erwartet. 

Herr Lang, vielen Dank für Ihre Zeit. Es war uns eine Freude.

 

adidas_karl-heinz Karl Heinz Lang, Head of HR Global Training Center & Archiv bei adidas gilt allgemein als das "Gedächnis von adidas"




Interview mit Manfred Gansterer, Werbeleiter MediaMarkt Österreich.
Insights/Interviews


MediaMarkt überrascht dieser Tage wohl nicht wenige Marketeers in Österreich. Die innovative Kampange rund um "Dad's Dead" hat viel Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt. Davon will sich auch nicht Flip the Flop ausgrenzen und hat zu diesem Zweck mit Manfred Gansterer, dem Werbeleiter von MediaMarkt Österreich, darüber gesprochen, warum MediaMarkt neue Wege der Werbung einschlägt und mit dem Film Dad’s Dead die volle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Dad's Dead 

 Interview

Flip The Flop

“Wir freuen uns, Sie auf Flip the Flop begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!“

Manfred Gansterer 

Hallo !

Sie haben es wieder mal geschafft: Sie haben mit Dad´s Dead eine innovative Werbeform geschaffen. Eine exklusive Filmproduktion lockt in den Media Markt – Schluss mit „Ich bin doch nicht blöd Mann“?

Nein, Ende November geht’s weiter mit neuen Blödmann-Episoden, skuriler und unterhaltsamer als je zuvor.

 Die Kommunikation

Was sind die primären Ziele dieser Kampagne?

Unseren Kunden Unterhaltung bieten. In zweiter Linie Menschen, die noch nie in einem Media Markt waren, zu uns in den Markt bringen.

Dad´s Dead sorgte schon vor dem „Verkaufsstart“ in den vergangenen Wochen für ziemlich viel Trubel. Wurde der Media Markt als Absender schon vor dem 2. November entlarvt? Was waren die wildesten Mutmaßungen?

Nein, es waren schon vor dem 2.11. Kunden in den Märkten und haben gefragt, ob es denn den neuen Film Dad’s dead auch bei Media Markt geben würde, aber die haben die Frage gestellt weil sie uns die Film- und DVD-Kompetenz zugeschrieben haben. Die meisten Anfragen, die per mail kamen, waren nach dem Kinostart-Termin. Wir haben mitbekommen, dass in Videotheken nach dem Film gefragt wurde ode dass es Bestellanfragen auf Amazon gab.

Dad´s Dead ist ein Mystery-Thriller. Gibt es einen speziellen Grund, weshalb gerade ein Thriller und nicht etwa eine Komödie als Handlung gewählt wurde?

Das Genre Thriller/Mystery/Horror kommt bei der jungen Zielgruppe am besten an. Außerdem ist es das unwerblichste Filmgenre.

Dad´s Dead ist eine Low-Budget Produktion, à la „In drei Tagen bist du tot“. Welche Zielgruppen sprechen Sie damit an?

Hauptsächlich Jugendliche, auch Filminteressierte generell

Für Dad´s Dead wurden keine weiteren Sponsoren ins Boot geholt. Der Spielfilm wird demnach einzig und allein von Media Markt finanziert. Rechnet sich so eine exklusive Auftragsproduktion?

Die Gretchenfrage, ob sich Werbung rechnet… Nie – wenn man sich die unmittelbaren Auswirkungen von Werbung ansieht. Immer (vorausgesetzt die Werbung ist gut gemacht) – wenn man auch mittelfristige Effekte (Image, Top-of-mind-Position,…) dazunimmt.

Media Markt Werbung war schon immer Werbung über die gesprochen wird. Was für eine Bedeutung hat Mund zu Mund Kommunikation für die Umsätze von Media Markt?

Eine sehr große, weil Meinungen von Menschen die ich schätze weit mehr wiegen als klassische Werbeaussagen. Als allererstes muss das Produkt stimmen, weil „Nothing kills a bad product faster than good advertising“. Gegen negative Mundpropaganda ist auch gute klassische Werbung machtlos.

 Wie gehts weiter

Im Dezember geht´s mit dem Spiel zum Film weiter. Die Startauflage des Spiels liegt bei 10.000 Stück. Rechnen Sie mit einem ähnlich großen Ansturm, wie bei dem Film Dad´s Dead?

Das ganze Projekt ist so neu, dass wir überhaupt keine Erfahrungswerte haben. Lassen wir uns überraschen…

Vielen Dank für das spannende Interview, wir freuen uns schon auf viele spannende Stunden mit Dad´s Dead – Film und Spiel.“

Aber gerne doch! Denn das ist auch die Intention des Films (und auch des Spiels): Unterhaltung

manfred_gansterer

 

Zur Person: 35 Jahre, seit 10 Jahren in der Werbebranche, seit 6 Jahren bei Media Markt/Saturn. Habe den geilsten Werbejob in diesem Land, glaub ich.




Interview mit Niko Alm, The Gap
Insights/Interviews


067_cover_finalDas Gap hat sich seit den Anfängen in den 90ern zu einem der wichtigsten Magazine für Popkultur in Österreich entwickelt. Pünktlich zur neuen Ausgabe (Nr. 67) hat Flip-the-Flop mit Niko Alm, dem Herausgeber von The Gap ein Interview über Entrepreneurship und das aussergewöhnliche Konzept eines Magazins für Popkultur gesprochen.

Interview 

Flip The Flop

Wir freuen uns, Sie als Herausgeber von The Gap, unserer Meinung nach Österreichs bestem Medium für Popkultur, interviewen zu dürfen. Herzlich willkommen auf Flip the Flop!

NIKO ALM

Guten Tag.

Für den ungewöhnlichen Fall, dass unter unseren Lesern jemand das Gap nicht kennt, könnten Sie uns eine Synopse liefern, um was es in Ihrem Magazin geht?

  Das Gap ist ein Magazin für Popkultur. Das bedeutet, wir behandeln Themen aus den Bereichen Musik, Film, Literatur, Spiele, Kunst, aber in letzter Zeit auch Wissenschaft, Politik (z. B. mit Kolumnen von Heide Schmidt und Marie Ringler) und allem was uns in diesem Zusammenhang relevant erscheint. Vielerorts wird das Gap aber nach wie vor als Musik-Magazin wahrgenommen, was nicht ganz unrichtig ist, da noch immer ein großer Teil unseres inhaltlichen Angebots Musikthemen betrifft und wir mit mehr als 1,000 geschriebenen Musikreviews pro Jahr sicher den größten Überblick aller Printmedien über das vorhandene Angebot schaffen. Zusammengefasst: Das Gap ist eine Mischung aus General Interest Magazin, was die inhaltliche Breite betrifft, und Special Interest Magazin, was die inhaltliche Tiefe betrifft, und damit insgesamt ein eher unübliches Format.

Entrepreneurship und das Geheimnis meines Erfolges

Sie haben Publizistik studiert und sind mit Ihren 30 Jahren inzwischen nicht nur Herausgeber von The Gap, sondern auch Geschäftsführer einer Werbeagentur (Super-Fi) und eines Softwareunternehmens (m-otion). Sie sind ein Hoffnungsschimmer für jeden zukunftsgeängstigten Publizistik-Studenten. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?

niko_alm_2 Bin ich damit nicht eher ein Hoffnungsschimmer für Wirtschaftsstudentinnen? Meine unternehmerischen Tätigkeiten per se stehen ja mit Kommunikationswissenschaften nur inhaltlich in Zusammenhang. Generell habe ich das sogenannte Publizistik-Studium nie deswegen absolviert, um später Journalist zu werden oder in einem Medienbetrieb zu arbeiten. Dass ich später selbst einen Verlag für das Gap (mit)gegründet habe, nämlich Monopol, darf getrost als Zufall bezeichnet werden. Andererseits, um auf das Wirtschaftsstudium zurückzukommen, das mir auch nicht fremd ist, werden auch hier die Studierenden eher dahingehend überzeugt in möglichst großen Unternehmen Unterschlupf finden zu müssen, als selbst eines zu gründen. Entrepreneurship ist also studienunabhängig und wenn es so etwas wie ein Geheimnis des Erfolgs gibt, dann ist es leider ganz banal: nämlich seine eigene Sache mit Nachdruck zu verfolgen, d. h. arbeiten.

Auch das Gap kann auf eine ereignisreiche Entwicklung zurückblicken. Als Insider weiß frau, dass alles in einem kleinen Stall in Bethlehem, ich meine natürlich als Semesterarbeit einer Seminargruppe am Publizistik-Institut begann. Wie ging es dann bis heute weiter?

  Der Gründungsmythos hält sich hartnäckig. Faktum ist aber, dass das Gap eine Reihe von Entwicklungsschüben erfahren hat. In den ersten 4 Jahren seines Bestehens (von 1997 – 2001) war das Magazin ein inhaltich bescheidenes, unprofessionell geführtes Fanzine. Das änderte sich mit Nummer 038 als wir die Auflage auf 40.000 verzehnfachten und durchgängig 4-färbig wurden. Damals begannen wir auch unser eigenes für den Gratis-Vertrieb notwendiges Distributionsnetz aufzubauen und das Magazin wurde so ein für die Werbewirtschaft relevantes Medium. 2004 gründeten wir den Monopol Verlag und änderten das Erscheinungsbild zum heutigen Status Quo. Der letzte Sprung erfolgte 2005, als wir schlussendlich auch intern die Abläufe professionalisierten und begannen allen MitarbeiterInnen Honorare auszuzahlen. Bis 2006 erschien das Gap 6 Mal im Jahr, heuer erscheinen wir 8 Mal. Wenn das gut läuft, erscheinen wir nächstes Jahr monatlich.logo

Sowohl bei Artikeln und Interviews als auch in der stets gut gefüllten Abteilung "Rezensionen" gehen die Gap-Redakteure gern in die Tiefe. Bis auf wenige Ausnahmen machen sie das meist unbezahlt. Wie motiviert man als Herausgeber seine Redakteure zu so einer Hingabe?

Das ist zugegebenermaßen nicht mein Verdienst, sondern in erster Linie der meiner Vorgänger und der historischen Entwicklung aus dem Fanzine-Gedanken heraus. Allerdings stimmt es auch nicht mehr. Wir zahlen ja seit einem Jahr Honorare.

Das Konzept eines Gratis-Magazines 

Abgesehen vom -großteils wirklich genial geschriebenen- Inhalt ist das Beste am Gap, dass es gratis ist. Was viele Leser brennend interessiert: Was ist der Grund dafür?

Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn man hinter die Kulissen blickt: die Umsatzerlöse aus dem Verkauf würden nur etwa 10% der Kosten decken. Befreit man sich von dieser Schranke, die ja auch administrative Kosten verursacht, stehen einem ganz andere Möglichkeiten für den Vertrieb offen. Und eine sinnvoll verteilte, hohe Auflage ist auch für Werbekunden interessanter. Das schönste daran ist natürlich, dass wir so auch sehr viel mehr LeserInnen haben, denn schlussendlich wollen wir ja genau das.

Was das Gap meiner Meinung nach noch vom Rest der schönen heilen Magazinlandschaft unterscheidet, sind Design und Layout. Das Auge isst mit und wird bei jeder neuen Ausgabe übersatt. Was steckt hinter diesem Spiel mit dem Logo am Cover, der kleinen Schrift, die immer neu gestalteten Illustrationen? Kalkül oder reine Lust an der Freud?

Das ist Konzept und Markenzeichen. Speziell das Layout und die sich ändernden Gestaltungselemente werden sehr geschätzt. Die kleine Schrift wird hingegen oft bekrittelt, hält aber einem Größenvergleich mit anderen Magazinen durchaus stand. Dennoch werden wir das mittelfristig ändern und den Wünschen nachgeben.

Wie läuft der Themenfindungsprozess bei The Gap ab? Jeder nach seinem Geschmack und Laune oder gibt’s so was wie geregelte Redaktionssitzungen mit fixer Themenvergabe und Abgabeterminen?

Weder noch bzw. beides. Chefredakteur Thomas Weber und Chef vom Dienst Martin Mühl entwickeln Themen und selektieren aus den Ideen der beitragenden AutorInnen was für die kommenden Ausgaben berücksichtigt wird. Da wir keine fix angestellte Redaktion haben, sind unsere Redaktionssitzungen eher von organisatorischen Belangen geprägt.

Und eine letzte Frage: In lautes Lachen und schmutziges Grinsen lässt mich immer meine Lieblingskolumne von Illbilly the K.I.T.T. ausbrechen. Können Sie uns verraten, wer hinter dem Pseudonym steckt oder unterliegt die Anonymität des Autors aufgrund der inhaltlichen Brisanz der Kolumne dem Zeugenschutzprogramm?

Ich kann genausoviel verraten wie Thomas Weber in einem Editorial schon verraten hat. Sein Nachname beginnt mit G.

Vielen Dank für das Interview! 

niko_alm_1klNiko Alm ist Herausgeber

von "the Gap", sowie

Geschäftsführer von m-otion (Softwareunternehmen)

und Super-Fi (Werbeagentur)

 

Mehr Infos zur aktuellen Ausgabe von the Gap  




Interview mit Sonja Schmatelka, Product Manager bei Mautner Markhof
Insights/Interviews


Zur Person:
Seit September 2000 bei Mautner Markhof als Product Manager tätig. Verantwortlich für die Produktgruppen Senf, Dressing und die Vertriebsmarke TABASCO®. Zum Tätigkeitsfeld gehören neben dem Erstellen von Konzepten auch die Umsetzung und die werbliche Unterstützung der einzelnen Segmente.

flip theflop
"Wir freuen uns, Sie auf flip theflop begrüßen zu dürfen. Herzlich Willkommen!

Sonja Schmatelka
Hallo, ich freue mich auch.

xhot_xxhot.jpg Seit 1841 bewährt sich Mautner Markhof in fast allen österreichischen Haushalten. Neben traditionsreichen österreichischen Spezialitäten wie Hesperiden Essig, Estragon und Kremser Senf ist das Unternehmen zudem mit innovativen Ideen und Produkten wie dem Sojadressing erfolgreich. Wie schaffen sie diesen weiten Bogen?

Natürlich ist es ein Spagat, zwischen traditionell-konservativen und innovativen Produkten. Aber das ist gerade der Reiz an der Sache. Mit unserer neu formulierten Strategie haben wir die ganze Palette exakt strukturiert und definieren traditionelle Basics und innovative Feinkost mit Esprit. Das ist die Positionierung von Mautner Markhof - Österreichischer Geschmack, Tradition und Überraschung.

International entwickelt sich der Senf Markt in Richtung Schärfe. Im Mai launchen Sie die neue Sorte hotSenf - die Zwillinge X Hot und XX Hot. An welche Zielgruppe richten sich X Hot und XX Hot?

Generell an alle, die es scharf und noch schärfer lieben. Speziell an die jüngere Zielgruppe. X-Hot und XX-Hot Senf sind Partytiger und sollen zum Schärfe-Wettbewerb antreten. 'Homing' ist als Megatrend etabliert und Heimevents werden nicht nur bei der Fußball EM eine große Rolle spielen. Die neuen Senfsorten sind die ideale Ergänzung.

Laufen Grill Variationen und der Trend nach Schärfe den traditionellen Geschmacksrichtungen den Rang ab?

Keineswegs, es geht eher in Richtung Abwechslung. Die neuen Sorten wirken inspirierend. Die unübertroffenen Mautner Markhof Senfsorten Estragon oder Kremser Senf sind Felsen in der Brandung und repräsentieren Spitzenqualität. Auf Basis dieses Know-hows kann Mautner Markhof ein wunderbares Spektrum an Spezialsenf-Sorten ausspielen.

Wo wird der hot Senf zu haben sein und welche Maßnahmen setzt Mautner Markhof, um die scharfen Zwillinge bekannt zu machen?

hotsenf-xhot_small.jpg Wir haben eine Priorität und das ist die Wiederholungstat. Deshalb gibt es einen erheblichen Aufwand an Verkostungs- und Samplingaktionen. 100.000 Minituben werden verteilt. Wer XX-Hot Senf gekostet hat, will's wissen - und wieder haben. Darüberhinaus gibt es eine Reihe von Below-the line-Aktionen, PR und feurige Printsujets. Gelistet sind die beiden im guten Feinkostgeschäft, wie bei Interspar, Eurospar, Adeg, Magnet und bei vielen mehr.

Mautner Markhof setzt auf eine Österreich-Positionierung. Die Slogans "So isst Österreich", "Österreich liebt ihn" , "Feuerwerk in Österreichs Regalen" und die klare Farbführung rot-weiß-rot verdeutlichen das. Was versprechen Sie sich vom Herkunftsland Österreich für das Markenimage des neuen hotSenfs?

Mautner Markhof ist der Österreicher unter den Feinkostanbietern. In Zeiten wie diesen sehnt sich der Mensch nach seinen eigenen vier Wänden - und seinem Lieblingsessen. Mautner Markhof spielt daher die Österrreich Karte in charmanter Weise bewusst aus. Wenn's um die Wurst bzw. den Senf geht, findet auch das junge Publikum Österreich gut. Die Leute sind ja auch stolz auf ihr KTM-Motorrad aus Salzburg.

flip theflop screent fast 100 Buzz Marketing Blogs weltweit, da interessiert es uns natürlich sehr welche Rolle Buzz Marketing bei Mautner Markhof spielt.

hotsenf-xxhot_small.jpg Davon erwarten wir uns eine Menge. Communuties sind uns offline und online willkommen, in einer virtuellen Kommunikationswelt muss man mit dabei sein. Mit einem guten Targeting kann viel Mundpropaganda erreicht werden. Am besten wär's natürlich, wir könnten den tollen Geschmack unseres X-Hot und XX-Hot via Breitband übertragen. Probeweise, versteht sich.

Vielen Dank für das spannende Interview, wir freuen uns schon auf die Grillsaison und auf weitere spannende Variationen der Mautner Markhof Köstlichkeiten.

Gerne.






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