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Buzz Awards 2007
Insights/Mixed Stuff


 

Ja sapperlott, schon wieder ein Jahr herum. Und wieder wurden in den Niederlanden die alljährlichen Buzz Awards verliehen.  Aber vor dem spannenden Teil, sollten wir ein wenig ausschweifen, was denn nun eigentlich die Buzz Awards sind. Auch 2005 und 2006 gab es diese Verleihung bereits, an das am meisten „Buzzable" Produkt des Jahres und damit das Produkt, über das in den Niederlanden am meisten „gebuzzed" wurde.

buzz_awards_2007.jpgDie Organisatoren - „Buzzer", wie hätte es auch ein anderer Name sein können - wollen mit diesem Event zeigen, was für einen Wert die Meinung und auch die Kaufkraft jedes Einzelnen hat.  Von November bis Dezember 2007 hatte jeder Niederländer die Gelegenheit, ein Produkt und einen Dienst für den Buzz Award zu nominieren.  Etwas zu nominieren heißt, dass dieses Produkt oder diese Dienstleistungen einem von vielen Menschen (Freunden, Familie...) empfohlen wurde, dass also der „Buzz" der Konsumenten für den Erfolg verantwortlich ist - und nicht die Werbung. Von all den nominierten Produkten wurden die häufigsten in insgesamt acht Kategorien geteilt - von Entertainment, Nachrichten und Beauty bis Webdienste -, und anschließend wurde von zehntausenden Leuten abgestimmt.

Aaaaber...was ist denn nun eigentlich „buzzen"?....Nun, ein „buzzable", also „buzz-fähiges" Produkt wird gebuzzed. Kapiert? Besprochen. Empfohlen. Oft und von vielen Menschen, von ganz verschiedenen. Weil dieses Produkt oder dieser Dienst oder diese Zeitung oder was auch immer es einfach wert ist, dass man anderen davon erzählt. Weil man selber es so toll findet, so schön, so praktisch, so unterhaltsam oder was auch immer. Und man ist von diesem Etwas so begeistert, dass man am liebsten die ganze Welt daran teilhaben lassen möchte und erzählt es seinen Freunden oder sogar Wildfremden in der U-Bahn. Und die finden das dann auch toll. Und erzählen es weiter. Das ist buzzen.

And the winners are....Natürlich gibt es in jeder der Kategorien einen Gewinner. Aber auch einen Gesamtgewinner und das war dieses Mal die Nintendo Wii. Top-Platzierungen belegten auch die niederländische Online-Community hyves.nl, die Dove Initiative für wahre Schönheit, Youtube und das Iphone. Hyves brachte es im vergangenen Jahr bereits auf Platz 3, im ersten Jahr wurden die ersten Plätze übrigens vom Ipod, dem TomTom und Google belegt.  Ach, wäre doch alles so einfach wie Mundpropaganda. Aber der Trick ist, erst einmal etwas zu erfinden, was jedem Einzelnen Wert wäre, Zeit damit zu verbringen, anderen davon zu erzählen....

 Quelle: buzzawards




Kreative AdWords
Insights/Campaigns


Na, fällt was auf?Der Großteil des Profits des Suchmaschinen-Multis Google entstammt den EinnahmenEine... von AdSense, also jenem Anzeigentool, das je nach Thema automatisch die passenden Inserate schaltet. Der ungeheure Erfolg von AdSense beruht dabei auf dem genialen Geschäftsmodell, das allen Teilnehmern Vorteile bringt und durch seine organisatorische Unkompliziertheit besticht. Für die Werber hat AdWords bloß einen Haken: Optisch geben die Anzeigen nicht viel her – in einer Umgebung voller bunter Icons und Flasheffekten stechen AdWords-Anzeigen bestenfalls durch ihre mangelnde Attraktivität hervor.

Auch wenn das schon seit jeher einer der Grundsteine für den großen Erfolg von Google überhaupt war – während sich andere Suchmaschinen ihre User mit langen Wartezeiten, großer Unübersichtlichkeit und sogar Popups erfolgreich vom Leib halten konnten, glänzte Google mit den zahlreichen Vorzügen seines schlichten Designs –, so undankbar erscheint das bescheidene Äußere für die Werbekunden, bietet es ihnen doch damit im Einheitsbrei des Anzeigenpools keine Möglichkeit, sich von anderen abzusetzen. Dachte man. ...clevere...

Jung von Matt kam nämlich auf eine geniale Idee: Warum nicht die gewöhnlichen ASCII-Schriftzeichen dazu zu verwenden, um einen ASCII-Kunst - DER Hit von Nerds in den 80ernikonographischen Werbebanner zu basteln? Für die Mietwagenagentur Sixt wurden daher auf diese Art und Weise mehrere Bilder erstellt, die den Kunden auf den wenigen von Google erlaubten Zeilen bewerben sollten. Hohe Aufmerksamkeit ist damit natürlich garantiert, angeblich stieg die Klickrate um fast die Hälfte. Allerdings sind die Sixt-ASCII-Artworks heute nicht mehr online.  

Ob sich Google damit künftig einverstanden zeigen, bleibt zu bezweifeln. Allerdings hat Jung von Matt mit der Aktion eindrucksvoll gezeigt, wie verhältnismäßig viel...Idee Aufmerksamkeit man mit auch noch so beschränkten Mitteln evozieren kann – wenn man´s kreativ eben drauf hat!

Gefunden auf: jvm.de  




The C.M.O.N.S.
Insights/Campaigns


The C.M.O.N.S.Was hat ein Kleinwagen mit einer fiktiven Band aus Stofftierchen gemeinsam? Richtig, nämlich gar nichts! Wie so oft steht auch in diesem Fall eine derartige Feststellung am Beginn eines Artikels über eine virale Werbekampagne. Tatsächlich entfernten sich die Kampagnen anno 2007 zusehends weiter von Werten wie „Relevanz der Botschaft für die Marke“ und „Product Value“, wie das Branchenblatt „Werben und Verkaufen“ in seiner Ausgabe vom 13. Dezember diagnostiziert. Denn das „Internet – und die mit ihm gewachsene neue Art der Verbreitung medialer Botschaften – zeigt gravierende Auswirkungen.“ Aufgrund dessen Beschaffenheit, (zumindest derzeit) eher ein Pull- als ein Pushmedium zu sein, findet derzeit unter Werbern ein radikaler Paradigmenwechsel statt. Notwendigerweise, gaben doch in einer Umfrage dieses Jahr zum ersten Mal mehr Menschen an, dass sie vor die Wahl gestellt eher auf den Fernseher als auf den Internet-Zugang verzichten würden.

So kommt es, dass sich Werber mit einer Entwicklung herumschlagen müssen, mit der sich bisher vor allem Pädagogen konfrontiert waren: Mehr Aufwand für die Erhöhung der Aufmerksamkeit auf Kosten des Inhalts. Die aufklärerische Kinoreklame, die der braven Hausfrau bis ins Detail den Gebrauch des neuen Waschpulvers erklärt, war inSchön gestaltet... den 50ern, dann kam die Pawlowsche Konditionierungswerbung, die mittels der Vermittlung positiver Emotionen für das richtige Branding sorgen sollte, heute geraten Marken und Produkte oftmals bloß noch zu Nebendarstellern einer semi-virtuellen Eventkultur. Nur dabei statt mittendrin, aber immerhin noch drumherum. Zur Not werden sogar Messages in Kauf genommen, die negativ auf die Marke zurückfallen könnten – so gesehen bei aktuellen viralen Clips für Sprite Zero, ganz im Stile pubertierender Nachahmer von „Jack Ass“ und „Fist of Zen“ verfasst.

Die fiktive Stofftierchen-Band namens „The C.M.O.N.S.“, die den Absatz eines deutschen Kleinwagens ankurbeln soll, ist nahezu ein Paradebeispiel für die Entwicklung, dass Produkte paradoxerweise oftmals nur noch ein Product Placement in ihrer eigenen Vermarktung zugewiesen bekommen. Die aktuelle virale Kampagne für den Opel Corsa lautet so: „The C.M.O.N.S.“, die Fab 5 unter den Stofftierchen-Bands, suchen ihre größten Fans. Also starteten sie einen Contest, bei dem die Teilnehmer auf einen eigens dafür geschaffenen YouTube-Channel Videos raufladen können, in denen sie ihre fanatische Anhängerschaft für die Ach ja, um ein Auto gings da ja auch noch irgendwie...!„C.M.O.N.S.“ unter Beweis stellen. Zu gewinnen gibt es freilich attraktive Preise, wie beispielsweise iPods. Entstanden ist die Kampagne übrigens in Kooperation mit MTV (ja genau, jenem amerikanischen Musikfernsehkanal, der alles spielt, außer Musik). Der Contest läuft bereits seit November und dauert noch bis Ende Januar an.

Freilich ist das nicht die erste Aktion dieser Art. So hat auch beispielsweise Heinz Ketchup eine derartige usergenerierte Video-Werbekampagne bereits in die zweite Runde geschickt. Überhaupt wurde auf Flip the Flop im vergangenen Jahr laufend über ähnliche Aktionen berichtet, deren Hauptvorteil vor allem in ihren niedrigen Kosten liegt. Man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird, denn nach wie vor ist das Web ein sehr junges Medium mit einer hochdynamischen Entwicklung, die immer wieder neue Haken schlägt. War Anfang des Jahres Second Life in aller Munde, so spricht zwölf Monate später kein Mensch mehr darüber.

Zu rechnen sein wird aber damit, das (effiziente) Werbung im Web wieder teurer werden wird. Google will schließlich sein Geld für den teuren YouTube-Kauf wieder einmal zurückverdienen. Und auch der IT-Riese Microsoft hat sich schon gerüstet: Für eine Technologie, die die User Inhalte erst nach dem Zuendesehen eines Werbespots herunterladen lässt, hat die Softwareschmiede aus Redmond bereits ein Patent beantragt.

Gefunden auf: thecmons.com




Werbeeinbindung leichtgemacht - zu leicht?
Insights/Mixed Stuff


Vorher...Zu den größten Rennern des Web wurden immer die Applikationen, die durch Einfachheit bestachen: Sei es Google (dank dessen Übersichtlichkeit sowie dessen kurzen Ladezeiten), sei es YouTube (dessen Videos sich problemlos überall einbetten lassen) oder etwa das an Bedienkomfort kaum zu überbietende Skype. Der Nutzen all dieser Netzdienstleister liegt jeweils auf der Hand, ohne dass diese den Durchschnittsuser vor größere Probleme stellt. So etwas könnte möglicherweise nun auch mit Overlay.tv gelungen sein. Die neue Plattform könnte nämlich – zumindest mit seiner Idee – Werbung im Web komplett umkrempeln.
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WOM – eine kleine Reise
Insights/Mixed Stuff


 

Was war noch einmal zuerst da? Henne oder Ei?

Ei? - Soso, hier haben wir es also mit einem „Kreationisten" zu tun. Denn: Wie wir wissen, schlüpft die Henne ja aus dem Ei. Also: Ohne Ei, keine Henne.

Henne? - Aha, ein „Evolutionist" liest hier mit! Denn: Bekanntlich sind es ja die Hennen, die die Eier legen. Wie soll also ohne Henne ein Ei entstehen?

Sehen wir das ganze nun aus einer anderen Perspektive. Was war zuerst da: Marketing, das es wert ist, „Mundpropaganda" zu machen, sprich darüber zu reden und ihm so Bekanntheit zu verleihen, oder „Mundpropaganda" (WOM - word of mouth), also Gerede, das schließlich weiteres Marketing relevant gemacht hat?

Prada StoreMcDonalds Milchshake

Wer sich auf erstere Seite schlägt, darf sich als „Kreationist" betrachten. Was nicht heißen soll, dass es nicht funktioniert. Beispiel: In Marta (Texas, USA), einem 2.000-Seelen-Dorf in der Mitte von Nirgendwo, wurde eine Prada-Filiale aufgemacht, die allerdings in keinster Weise echt war. Es war eine Attrappe, allerdings waren die Schuhe in der Auslage durchaus real. Dies sprach sich nun im ganzen Land herum, wurde in Zeitungen gedruckt und gelangte über Online-Chats und Blogs USA-weite Berühmtheit. Ein anderes Beispiel wäre ein riesiges Plakat in Form eines McDonalds-Milchshakes auf einem gigantischen Strohhalm. Dieses Plakat, besser gesagt diese Skulptur, erlangte innerhalb kurzer Zeit ebenfalls ein beträchtliches Maß an Berühmtheit - weil die Leute darüber redeten.

Die andere Seite, die der „Evolutionisten" meint, WOM sei ein natürlich auftredendes Phänomen, das nicht künstlich hergestellt werden könnte.

GoogleTiVoEin Beispiel hierfür ist TiVo®, der Festplatten-TV-Rekorder mit umfassenden Funktionen. Ohne jegliche Werbung erlangte TiVo® innerhalb kürzester Zeit USA-weite Berühmtheit - nur durch WOM. Ein anderes, viel prägnanteres Beispiel ist Google. Die Suchmaschine ersparte sich in den 90er Jahren jegliche Werbung, allein durch WOM erlangte sie einen gigantischen Bekanntheitsgrad - dadurch, dass das vorhandene Geld eben nicht in Werbung gesteckt wurde, sondern in die Entwicklung einer hervorragenden Suchmaschine. Andere Beispiele dieser Art wären außerdem Starbucks, YouTube oder Skype.

„Kreationisten" (im Marketing-Bereich) glauben, es sei am sinnvollsten, einen prägnanten Punkt zu setzen, ein Marketing-Ereignis, das derart einschlägt, dass alle Welt davon redet. „Evolutionisten" hingegen meinen, dass ein Produkt/Service etc. allein durch seine Existenz - sofern es revolutionär genug ist - mittels WOM längerfristig Bekanntheit erlangt und den Leuten auch im Gedächtnis bleibt.

SlideShareWenn ich jetzt noch hinzufüge, dass all dies in einer höchst spannenden Online-Präsentation wunderbar weiter ausgeführt wird und diese Präsentation über eine Website namens SlideShare erreichbar ist, und dass diese Seite genau dazu dient - also Präsentationen mit der Welt zu teilen -, muss ich dann noch weiter ausführen, wie das System genau funktioniert? Denn es wird bestimmt einige Leser geben, die sich SlideShare oder zumindest die Präsentation nun ansehen, einige werden davon bestimmt begeistert sein und vielleicht jemand anderem davon erzählen ..... 






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