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Artikel getagged mit facebook

Automatisierte Mundpropaganda
Insights/Mixed Stuff


Facebook noch vor ein paar Monaten..Man kann es drehen und wenden wie man will: Auch wenn der wahre Nutzen nach wie vor umstritten ist, im Diskurs über neue unkonventionelle Werbeformen lauft letztlich immer alles auf das Web hinaus. Das soll nicht weiter verwundern, ist das Internet doch das einzige Medium dem wir zutrauen, dass es überhaupt noch das Potenzial für neue Ideen hat. Statt zum Millionsten Mal einen teuren Werbeplatz im Fernsehen zu buchen, nur um herkömmliches Waschpulver mit dem Superwaschpulver XYZ zu vergleichen, scheint es tatsächlich wesentlich reizvoller, ein paar Microsites mit witzigen Videos ins Netz zu stellen, das ganze mit ein paar Social-Networking-Komponenten verknüpfen und das fertige Produkt dann auch noch ganz im Zeichen der Zeit „viral“ nennen zu dürfen.

So kommt es, dass für dieses Jahr in den USA laut einer aktuellen Studie des Branchendienstes eMarketer im Bereich der Online-Werbung ein Zuwachs von 26,8 Prozent erwartet wird, womit demgegenüber die Radiowerbung am dortigen Markt erstmals ins Hintertreffen gerät. Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt? Schon jetzt geben Fachleute zu bedenken, dass man sich bei konventioneller Werbung wie TV-Spots und Inseraten wenigstens sicher sein kann, dass überhaupt Kundenkontakte hergestellt werden, während bei viraler Werbung der Faktor Zufall einen wesentlich erheblicheren Anteil am (Miss)Erfolg einer Kampagne zugesprochen werden muss. Demgegenüber stehen freilich die auf alle Fälle geringeren Budgets, die dafür aufgewendet werden müssen.

Das Problem aber ist der Trend an sich: Je mehr Werber sich auf das Internet konzentrieren, desto geringer die Chancen entsprechende Aufmerksamkeit zu erwirken. Schon jetzt sind die Werbeklickraten in dramatischem Ausmaß rückläufig. ...und so heuteDoch die Werbeindustrie hat sich bereits etwas Neues einfallen lassen: „Social Advertising“ nennt sich die jüngste Errungenschaft, mit der seit kurzem Facebook glänzt. Dessen User können sich nun mit kommerziellen Seiten als „Fans“ verlinken, woraufhin die entsprechende Marke Werbung am Profil des jeweiligen Fans buchen kann. Über die Newsfeed-Funktion soll zudem den Freunden und Bekannten angezeigt werden, wenn diese Person Produkte der spezifischen Marke erwirbt. Die Mundpropaganda soll damit automatisiert erfolgen.

Doch auch darüber, wie sinnvoll dieses Konzept ist, scheiden sich die Geister. Ein Grund dafür ist der, dass es dem User schlicht und einfach keinen Nutzen davon hat, wenn er sein Facebook-Profil samt der damit verbundenen Kommunikation an seine Freunde als Werbefläche freigibt. Denn zu bedenken ist in diesem Zusammenhang auch, dass jeder User damit zugunsten einer Marke auch ein Stück seiner eigenen Glaubwürdigkeit aufgibt – was gerade bei schwachen sozialen Bindungen wie in einem Portal á la Facebook, das ja oft dazu genützt wird mit Menschen zu verkehren, zu denen man ohnehin kaum Kontakt (mehr) hat, schneller von statten gehen kann als man vielleicht gedacht hat.

Doch das Problem der Glaubwürdigkeit betrifft aufgrund der zunehmenden Kommerzialisierung leider das Netz insgesamt, weswegen die User aus gutem Grund immer kritischer werden. So einfach genial beispielsweise die Idee der Kundenrezension – wie etwa auf amazon.com oder auf ciao.de – auch ist, so leicht manipulierbar ist sie auch, was freilich auch etwa für Blogs oder Kommentare in Nachrichtenforen gilt. Neben der enormen Zielgruppengenauigkeit und der interaktiven Komponente ist das Fehlen einer Netzkultur, in der die Trennung zwischen Content und Werbung verpönt ist, oftmals gerade der USP, der das Web für Werber interessant macht.

Erstaunlich viele gute Rezensionen auf amazon.com 

So gesehen ist „Social Advertising“ noch einigermaßen harmlos. Über den Nutzen von derartigen Werbeformen im Web abseits des Point of Sale wird es wohl jedoch noch weiterhin viele Diskussionen geben. Vielleicht wissen wir ja nach dem Platzen der „Web-2.0-Blase“, das viele für das kommende Jahr erwarten, wieder ein bisschen mehr.

Gefunden auf: blogs.forrester.com




Graffitis für die Umwelt
Insights/Campaigns


Atemberaubend schöne Facebook-GraffitisUnter dem Begriff „Computerschrott“ ist bekanntlich nicht der Content gemeint, mit dem wir tagtäglich beim Surfen konfrontiert werden, sondern die Hardwareteile unserer geliebten alten Compis, die meist für Jahre im täglichen Leben unser wichtigstes Werkzeug, Unterhaltungsmedium und Kommunikationsmittel sind. Naturgemäß wird mit der weltweit wachsenden Bedeutung des Computers das Problem des Computerschrotts immer größer, doch immerhin wurde es als solches bereits erkannt und wird auch zunehmend ernstgenommen. Auch der Druck des Atemberaubend schöne Facebook-GraffitisMarktes an die Hersteller wird zunehmend stärker, Geräte zu bauen, die bei ihrer Entsorgung die Umwelt wenigstens nicht allzu sehr schädigen. Viele Computerbauer setzen daher gezielt auf Umweltkampagnen, die die Nachhaltigkeit ihrer Geräte hervorheben. Dazu zählt auch Dell, wo man sich diesbezüglich eine spannende virale Kampagne ausgedacht hat.

 


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Newsticker statt Tageszeitung
Insights/Mixed Stuff


Während eines ausgiebigen Frühstückes hat man nebenbei den Laptop aufgeklappt und liest sich durch Chronik, Sport und Politik. Die Tageszeitung liegt während dessen noch vor der Tür...
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Ray Hopewood for President
Insights/Campaigns


 

Politiker: Ideale TestimonialsAuch hierzulande sind Politiker vor allem für Macher von Print- und Plakatkampagnen beliebte „Opfer", die als Testimonials herhalten müssen: Mal werben sie auf Fotomontagen anlässlich von Sportgroßereignissen fahneschwenkend für Fastfood-Ketten, mal durchs Gebirge stapfend für Zeitungen. Kein Wunder, haben doch Spitzenpolitiker zwei essentielle Vorteile: Einerseits, weil sie einfach über einen sehr hohen Bekanntheitsgrad verfügen, andererseits, weil sie nicht selten nichts dagegen einzuwenden haben, unentgeltlich allerorts von Plakatwänden und aus Zeitungsinseraten zu lächeln - solange sich eine Kampagne nicht eindeutig gegen sie richtet.

Ray Hopewood´08Einen Schritt weiter geht nun das amerikanische Softwareunternehmen BigFix: Dieses ließ sich von der Agentur Rassak kurzerhand seinen eigenen Politiker schaffen, den fiktiven Präsidentschaftskandidaten Ray Hopewood. Dieser ist der Protagonist der gewitzten Kampagne „the technology to be president". Hopewood stellt dabei einen anbiedernden Milliardär dar, der mit einem Softwareunternehmen reichgeworden war und nun sein Glück in der Politik versucht, indem er die gewohnten Floskeln von sich speit und mit einer breit angelegten Internetpräsenz zu glänzen weiß. Neben seiner eigenen Website ist er freilich auch auf myspace, in facebook oder auf flickr vertreten. Kaufbare Goodies wie „Ray Hopewood ´08"-T-Shirts und Unterhosen verstehen sich ja wohl von selbst.

Der auf den unbedarften User wahrscheinlich etwas undurchsichtige Sinn der Kampagne ist schnell geklärt. Der blasierte und ignorante Möchtegernpolitiker soll Am die Art und Weise repräsentieren, wie die mächtigen Softwareriesen den Markt beherrschen. BigFix möchte damit auf die Problematik aufmerksam machen, dass die kapitalkräftigen Branchengiganten die Meinungsführerschaft in den traditionellen Medien geradezu in der Westentasche haben. Über das kleine Unternehmen BigFix existiert bislang nicht einmal ein Wikipedia-Eintrag (worum man sich jedoch ohne großen finanziellen Aufwand kümmern hätte können). Trotzdem zielt die derzeitige Aktion nicht darauf ab, für das Unternehmen oder gar für dessen Produkte und Dienstleistungen zu werben, sondern will schlicht provozieren, um eben auch einmal sein Stückchen vom Aufmerksamkeits-Kuchen der Massenmedien abzubekommen.

Der Zeitpunkt für die Marketing-Kampagne, die bis jetzt ausschließlich im Web stattfand, ist jedenfalls goldrichtig. Aufgrund der aufwändigen Vorwahlprozedur des politischen US-Systems wird die Frage der Nachfolge des Staatsoberhauptes schon deutlich früher ein medialer Dauerbrenner als in Europa - Ray Hopewood: Auch in der Kirche ein Themaund gerade am Anfang eines solchen Schauspiels tauchen immer wieder überraschende Namen auf, die nicht überall sehr geläufig sind. Im kommenden Wahlkampfverlauf möchte Ray Hopewood auf jeden Fall weiter mitmischen. Neben Bezugnahmen auf reale Ereignisse sowie Aussagen von „Mitbewerbern" sind auch reale PR-Auftritte und Pressekonferenzen des „Ambassador to Technology" in Vorbereitung.

Angesichts solcher Pläne bleibt jedoch eines zu hoffen: Dass die Kampagne auch als Persiflage erkannt wird. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ein schmieriger Superreicher mit flachen Sprüchen in ein hohes Amt gewählt wurde.

Gefunden auf: rayhopewood.com




Schmutz?! SCHMUUUUUTZ?!!!??! JUHEISSA!
Insights/Campaigns


 

dirty_logo.jpgWie wird man ein Teil des dreckigsten, ach was schmutzigsten ... war das jetzt eine Steigerung... na egal, des absolut allerunsaubersten Films, der überhaupt je auf Erden existiert hat?

Mit einer Kamera, natürlich funktionstüchtig, ein paar Freunden - je sauberer, desto schmutziger können sie werden -, und jeder Menge schmutziger Ideen! Diese Ideen müssen wirklich schmutzig sein, nicht dieser Sandkastendreck, den jedes Kleinkind nach hause bringen kann. Junge, Junge, hast du noch nie richtigen Schmutz gesehen?

Nein? Dabei ist das so einfach. Nimm ein paar eher sehr als weniger hübsche sprich schlanke, vollbusige Mädels, etwas Senf, Schokolade, schlichten Schlamm oder - das absolute Highlight - Buttercreme. Verteile alles gleichmäßig auf möglichst viel Haut, lasse auf keinen Fall die Haare aus. Garniere alles mit Schokoladestreuseln. Voilà!

wash_me.jpgdirty_is_beautiful.jpgNun könnte man sich natürlich auch fragen - wozu? Naja wozu macht man sich wohl schmutzig? Klar, um wieder sauber zu werden. Und je schmutziger man vorher war, desto sauberer kann man werden. Und das ist doch ein gutes Gefühl. Und wenn es von dieser ganzen Drecksaktion jetzt auch noch ein Video gibt, konnte man Teil vom schmutzigsten Film der Welt werden. Dessen Ende umso sauberer ist. Dank.....Axe.

Um die Wahrheit zu sagen, so schmutzig ist dieser so genannte schmutzigste Film dann ja doch nicht. Es wird herumgegatscht, aneinander gerieben und weitergegatscht, um am Schluss in eine riesige überfüllte Badewanne zu steigen und sich und alle anderen mit Axe Duschgel einzureiben, damit das fröhliche Rumschlammen weitergehen kann. Als Anleitung für alle, die nicht wissen, wie richtig gegatscht wird, bietet die Webseite eine kleine Anleitung, in der die „Pro's" zeigen, wie es gemacht wird. Da werfen sie sich dann in Schale und verkleiden sich schon mal als Blümchen und Bienchen, um einander zu bepollen. Nettes Gimmick, macht das Kraut nicht wirklich fett. Was da schon mehr Spaß macht, sind die Einsendungen der User, die dann zu diesem Schmutzvideo zusammengefasst werden. Leider gibt es da keine Kommentierfunktion, es darf lediglich der „Collegehumor" bewertet werden. Macht irgendwo nicht so den Sinn...






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