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Mit Wasser verhält es sich ähnlich wie mit der Gesundheit: Seine Wichtigkeit fällt erst dann auf, wenn es zu wenig davon gibt. Doch rund 1,1 Milliarden Menschen müssen ohne sauberes Trinkwasser auskommen. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, wurde in zwei unabhängigen Kampagnen unterschiedliche, aber jeweils kreative Vermittlungsansätze gefunden.
Derzeit sind zwar die hohen Ölpreise in aller Munde, viel abhängiger jedoch als vom schwarzen Gold ist de Mensch von Wasser – und dies droht aufgrund der rasant steigenden Weltbevölkerung sowie der Austrocknung ganzer Regionen zunehmend knapper zu werden. Bereits jetzt haben 1,1 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser; Zukunftsforscher sprechen bereits davon, dass im 21. Jahrhundert mit „Wasserkriegen“ zu rechnen sein wird. Dagegen will natürlich etwas getan werden.
Ein Unternehmen, das sich im Kampf für sauberes Trinkwasser engagiert, ist die Royal Bank of Canada (RBC). Mit ihrem „Blue Water Project“ unterstützt sie Programme, die sich für den Schutz von Trinkwasserressourcen einsetzen. Dafür geworben wird unter anderem mit Geldspendeboxen, die in den Filialen aufgestellt wurden. Doch dabei handelt es sich allerdings nicht bloß um die üblichen kleinen Kästchen mit einem Schlitz an der Decke, durch die man sich seines Kleingelds entledigen kann. Stattdessen hat sich die Agentur BBDO Toronto etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Die Geldspendebehälter wurden nämlich mit – passend zum Anliegen des Programms – Wasser gefüllt. Je mehr sich die Boxen mit Münzen füllen, umso mehr steigt auch der Wasserspiegel. Damit wird den spendablen Bankkunden das Gefühl vermittelt, zusehen zu können, wie ihr Beitrag zu einer Vermehrung des Trinkwassers führt. „Your donation creates more clean water“, fasst eine Aufschrift auf der Vorderseite den Sinn der Sache lapidar zusammen.
Eine klare Bildsprache wurde auch einem Spot für Worldvision verpasst, der sich ebenfalls mit der Thematik knapper Trinkwasserressourcen auseinandersetzt. Im Zuge einer Wasserkampagne wird darin nämlich vor Augen geführt, wie verschwenderisch die Länder des reichen Westens mit dem nicht selbstverständlichen Gut Wasser umgehen.
Statt, wie man es von Kampagnen dieser Art gewöhnt ist, mit Bildern ausgehungerter Kinder in Afrika zu schockieren (und damit zu einem noch aktiveren „Wegsehen“ beizutragen), wird das Problem von unsauberem Wasser auf einen westlichen Haushalt übertragen – und damit deutlich nachvollziehbarer für potenzielle (im Vergleich zu Afrika reiche) Spender: Der Gedanke an brauner Brühe in der Spüle, brauner Brühe im Kinderplanschbecken und sogar brauner Brühe im Babyfläschchen geht eben mehr unter die Haut als Bilder von leidenden Menschen, deren Lebenssituation zur Gänze unvorstellbar erscheinen.
Gefunden auf: brandrepublic, adsoftheworld
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