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Urlaub bei Ikea
Geschrieben von: Rafael Buchegger   
Freitag, den 11. Januar 2008 um 01:13 Uhr

Am Montag bei einem Ikea in New Jersey...Was kann man tun, wenn man dazuMjam! gezwungen ist für eine Woche seine Wohnung zu verlassen? Man kann beispielsweise Freunde fragen, ob sie einem Unterkunft gewähren könnten. Das hat freilich nur Sinn, wenn man über einen Freundeskreis verfügt, der nicht aus lauter Besenkammern bewohnenden Kleinverdienern besteht. Man könnte sich freilich aber auch ein Hotelzimmer als Quartier erwählen. Das funktioniert wiederum nur, wenn man selbst über das notwendige Kleingeld verfügt. Der New Yorker Comedian und Filmemacher Mark Malkoff kam daher auf eine clevere Idee: Warum nicht einfach bei Ikea einziehen?

Gesagt, getan. Am Montag (7. Januar) nistete sich Malkoff in einen Ikea-Store in Paramus, New Jersey, ein um diesen bis Samstag (12. Januar) zu besiedeln. Dabei macht es Malkoff auf die ganz harte Tour: Wie ein gestrandeter auf einer einsamen Insel verlässt er den Ikea-Markt auch unter Tags nicht sondern bewohnt ihn 24 Stunden am Tag. Seine Mahlzeiten nimmt er im Ikea-typischen hauseigenen Restaurant ein. Für diese Woche stehen damit wohl hauptsächlich Köttbullar mit Grädsdsas und Lingosylt – Fleischbällchen mit Cremesauce und Preiselbeeren – auf seinem Speiseplan. Damit der Selbstversuch auch einen Nutzen hat, rief Mark Malkoff die Website marklivesinikea.com ins Leben, auf der man sich per YouTube-Videos jeden Tag eine Zusammenfassung des Tages ansehen kann. 

Damit, dass die Geschäftsleitung von Ikea den schrägen Künstler ihre Filiale behausen lässt, hat er übrigens selbst nicht gerechnet. „Nicht in einer Million Jahre hätte er damit gerechnet, dass Ikea da mitmachen würde, aber Freundliches Personalverwundernswerterweise waren sie einverstanden“, wird auf der Seite berichtet. Stattdessen wird ausdrücklich betont, dass es sich dabei nicht um eine Ikea Buzz-Aktion handelt. Tatsächlich kommt der Verdacht angesichts der Videos schon auf, etwa in der Szene des Videos vom zweiten Tag, in der der freundliche Ikea-Mitarbeiter Mark per Huckepack durch die Gegend trägt, nachdem dieser sich verlaufen hatte. Hier Lässt es sich leben!

Doch wenn man der offiziellen Version Glauben schenken darf, dann hat Ikea mit der Gewährung von Asyl für den Comedian das Glück regelrecht beim Schopf gepackt, denn auf diese Art und Weise profitieren beide: Mark Malkoff kann seinen Bekanntheitsgrad steigern und Ikea kann sein positives Image als sympathisches Einrichtungsbastelhaus „der etwas anderen Art“ (trotz seiner Marktstellung als Multiplayer) festigen. Zudem traf die Entscheidung des leicht anarchistisch veranlagten Filmemachers bei Ikea einzuziehen den Möbelriesen ohnehin nicht ganz unvorbereitet. Schon vor ein paar Monaten bot Ikea im Zuge einer Kampagne in Norwegen über 150 Menschen an, eine Nacht zwischen zwischen „Billy“ und „Ivar“ zu verbringen. Allerdings mussten diese vor der Geschäftsöffnung am frühen Gute Nacht, Mark!Morgen den Laden wieder verlassen.  

Wie immer es auch zu der Zusammenarbeit zwischen dem New Yorker Comedian und dem Einrichtungsgiganten gekommen sein mag, herausgekommen ist eine gelungene Guerilla-Aktion mit einem hohen viralen Potenzial. Wer sich immer schon einmal gefragt hat, was man alles (fast) alleine in der Nacht in einem Möbelhaus so anstellen kann, der sollte sich das wirklich ansehen – die Szene, in der der Nachtwächter Mark Malkoff eine Gutenachtgeschichte vorliest und natürlich auch freilich auch den Gutenachtkuss nicht vergisst, ist ja beinahe schon wieder rührend! 

Gefunden auf: markmalkoff.com 




   

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