Im zarten Alter von drei Monaten steckt Facebook , eine englischsprachige Variante von StudiVZ , vielleicht noch in den Kinderschuhen, dennoch entwickelt sie sich mehr und mehr zur ernst zu nehmenden Konkurrenz aller bereits bestehenden Internetplattformen. Facebook ist mit rund 24 Millionen registrierten Benutzern eine der größten Social-Networking-Seiten im Netz. Nach MySpace mit mehr als 100 Millionen Usern und Bebo mit ca. 25 bis 30 Millionen Nutzern liegt Facebook weltweit an dritter Stelle, was die Zahl registrierter Mitglieder angeht. Täglich werden es mehr. Man munkelt von bis zu hunderttausend Neuanmeldungen pro Tag. Jeden Monat generiert die Community mehr als 40 Milliarden Seitenaufrufe und liegt damit in den USA vor eBay und direkt hinter Google.
Bis vor kurzem musste man Student an einer US-Universität sein, um sich bei Facebook anmelden zu können. Seit der Öffnung der Website für Jedermann ist die Zahl registrierter Nutzer, die nicht in den USA leben, stark gestiegen. Die größte Nutzergruppe der Nicht-US-Bürger machen die Kanadier aus. Dahinter liegen die Briten. Es folgen Norwegen, Australien, Südafrika, Libanon, Ägypten, Schweden und Indien. In Deutschland hat Facebook wie nahezu alle Onlinedienste ohne deutsche Sprachversion bislang keine große Bedeutung.
 Seit dem 1.Juni nun gedeiht das Facebook-Baby prächtig und die Medien sind voll des Lobes. Dennoch gibt es auch Verlierer des Facebook Relaunchs. An erster Stelle steht MySpace . Während Facebook anderen Internetanbietern und Entwicklern die Hand ausstreckt und sie mit ins Boot holt, geht die Tendenz bei MySpace stattdessen hin zu einem geschlossenen System, bei dem alle draußen bleiben müssen, die nicht zum MySpace-Konzern News Corporation gehören. Das bedeutete, in den Nutzerprofilen integrierte Inhalte und namentliche Erwähnungen verschiedener externer Webangebote wurden gesperrt. Tja, selber Schuld kann man da nur sagen. Zum Start der "Facebook Platform" nutzen rund 70 Drittanbieter die Möglichkeit, den Facebook-Usern eigene Tools und Funktionen zur Verfügung zu stellen. Zu den Partnern gehören unter anderem Amazon, und Forbes.com. Amazon bietet beispielsweise eine Anwendung zur Rezension von Büchern. Facebook-Nutzer können diese in ihr Profil einbauen, Bücher bewerten und zum entsprechenden Buch bei Amazon verlinken. Der Trumpf Facebooks liegt eindeutig darin, dass sie von einer Beteiligung an den Werbeeinnahmen der Drittanbieter konsequent absieht! Selbstredend, dass das Potential solcher Kooperationen enorm ist.
Somit stellt sich Facebook als eine durchaus ernst zu nehmende Gefahr für Plattformen a la MySpace oder YouTube heraus! Fairer Weise muss man aber sagen, dass MySpace im Wettstreit mit seinen enormen Nutzerzahlen klar vorne liegt. Nur bei dem verlockenden Angebot für User und Drittanbieter bleibt das wohl nur mehr eine Frage der Zeit!! Von wegen Kinderschuhe...
Quelle: http://threeminds.organic.com/ , http://www.nytimes.com/
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