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Die Sache mit der roten Farbe
Geschrieben von: Katharina Peschl   
Dienstag, den 31. Juli 2007 um 19:35 Uhr

 

Mhhhh Heinz„User generated content". Ein großer Ausdruck für eine billige Möglichkeit, an kreative Werbe-Ideen zu kommen. Dachten sich bereits Doritos, Converse, Dogde und einige andere. Da dachte Heinz: Das kann ich auch. Heinz dachte allerdings nicht, dass die User Heinz vielleicht nicht mit denselben Augen sehen, wie Heinz es tut. Heinz ist Ketchup (und noch um die 50 anderen Saucen) und User sehen nicht einfach nur Ketchup, nein - sie sehen viel mehr.

ZahnpastaNagellackUnd angespornt durch die Aussicht auf 57.000 Dollar bar auf die Hand für den Gewinner, bzw. ein Zehntel dieses Betrags für die vier Nächstbesten und TV-Ausstrahlung der Spots kam es nun zu zahlreichen Einsendungen, die zu einem nicht unerheblichen Teil von Heinz mit zweifelhafter Freude begutachtet wurden. Denn Heinz meint nicht, dass Heinz dazu benutzt werden sollte, sich das Gesicht zu waschen, den Bart zu rasieren oder die Kleidung zu reinigen. Heinz meint, der Effekt ähnelt einer Flasche Theaterblut, wodurch Heinz seine Appetitlichkeit verlöre.

Heinz schmeckt immerSpots, die die vorgegebene Länge von 30 Sekunden über- bzw. stark unterschreiten, werden gnadenlos aussortiert, ebenso diejenigen, die Heinz nicht in „annehmbarer" Weise präsentieren. Übrigens: Der Einsendeschluss ist der 6. August, ab Ende August beginnen die Endausscheidungen, mitvoten ist gefragt!

EtikettenIm Endeffekt kam die Idee des „user generated content" Heinz übrigens keineswegs günstiger als eine professionell aufgezogene Werbung, da der Wettbewerb selbst groß promoted wurde: So kam er auf „American Idol", außerdem wurden eigens neue Etiketten für die Ketchupflaschen entworfen, um den Wettbewerb anzupreisen.

Übrigens spiegeln die Home-Werbungen vermutlich keineswegs die tatsächliche Liebe zu Ketchup wieder: Viele interviewte Teilnehmer meinten, sie würden Senf und Majo bevorzugen!

 

Quelle: womma




       

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