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Vertrauensfrage Corporate Blogs
Geschrieben von: Mela Mörtenbäck   
Freitag, den 23. Januar 2009 um 17:27 Uhr

Für die einen mag es mehr, für die anderen weniger überraschend sein, was ein Bericht Anfang Dezember verlautbarte - die Glaubwürdigkeit von Corporate Blogs lässt zu wünschen übrig. Wer sich jetzt schon Gedanken macht, wie er dem Chef erklären muss, den Blog wieder offline zu nehmen, sollte sich damit noch Zeit lassen. Es gibt Abhilfe.

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Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Forrester veröffentlichte in seinem Bericht „Time To Rethink Your Corporate Blogging Ideas" Zahlen zu jenen Informationsquellen, denen der Konsument am meisten Glauben schenkt. Corporate Blogs sind demnach jene Quellen, denen am wenigsten getraut wird. Nur 16% der Leser dieser Blogs trauen dem Gelesenen auch, bedeutend mehr Glaubwürdigkeit bekommen hingegen E-Mails von Freunden und Bekannten, Produktbewertungen, Zeitungen, Wiki's aber auch Direct Mails und E-Mails von Unternehmen oder Marken. Der Bericht hält weiters fest, dass regelmäßige Blog-Leser und -Schreiber einem Corporate Blog nicht nur etwas mehr, sondern auch noch anderen Medien eher glauben. Ursache für das schlechte Abschneiden bei den Konsumenten ist laut Forrester die Unausgeglichenheit der Corporate Blogs.

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Der Autor des Berichts, Josh Bernoff, beruhigt jedoch Unternehmen, welche beabsichtigen einen Corporate Blog zu starten und diese Idee nun wieder verwerfen wollen. Denn er ist der Meinung, dass Blogs dann Sinn machen, wenn sie eine Art Leadership übernehmen, gut eingebettet in andere Strategien und Kommunikationswege wie Communities, Videos, etc. sind und den Zielgruppen eine gewisse Interaktivität erlauben. Blogs, welche sich nur mit dem eigenen Produkt beschäftigen, seien hingegen die Mühe nicht wert. Nach Veröffentlichung des Berichts reagierte das Blog Council, eine Organisation mit Fokus auf Business-Blogging und Social Media auf Unternehmerniveau, umgehend und veröffentlichte eine Liste mit Corporate Blogs, denen man ohne weiteres glauben kann. Nicht weiter verwunderlich, dass die eigenen Mitgliederblogs auf dieser Liste zu finden sind.

Nicht nur der Autor selbst beschäftigt sich mit dem Ergebnis des Berichts, auch in anderen Blogs machten die Ergebnisse die Runde. So ist das schlechte Abschneiden der Corporate Blogs für die Autorin Debbie Weil keine große Überraschung. Denn viele Blogs sind ihrer Meinung nach schlichtweg langweilig und unglaubwürdig. Größtes Problem hierbei: sie sind in Unternehmenssprache geschrieben und lobpreisen hauptsächlich das Unternehmen und das Produkt/den Service.

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Josh Bernoff selbst lässt die Ergebnisse ebenfalls nicht unkommentiert. Er gibt noch Tipps, wie ein Corporate Blog in der Masse herausstechen kann. Unternehmen, welche selbstgefällig über ihre Produkte bloggen, kann eben nicht getraut werden. Ehrlichkeit und Transparenz sind die beiden Schlüsselwörter, um die Konsumente zu erreichen. Jene Unternehmen, die die Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens preisgeben, auf intelligente Art und Weise auf die Probleme der Konsumenten und Produkte der Konkurrenten eingehen und dabei noch wie Menschen sprechen und auf die Unternehmenssprache verzichten, werden Erfolg haben. Persönliche Blogs sind beliebter als Unternehmensblogs, die Menschen die hinter dem Unternehmen stehen, werden dadurch greif- und sichtbarer. Als abschließender Tipp sei gesagt - auch Twitter sollte eingesetzt werden. Zum einen ist dieses Tool schneller und leichter zu handhaben und eine gute Möglichkeit, die Unternehmenskommunikation auf diese Art und Weise vorab zu testen. Und wer bereits einen Corporate Blog betreibt, findet durch Twitter zudem die Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf die Einträge zu ziehen.

Der Bericht kann übrigens online nach Ausfüllen eines Formulars runtergeladen werden: Time To Rethink Your Corporate Blogging Ideas


Quellen:

www.readwriteweb.com

http://blogcouncil.org

http://socialmediainfluence.com

www.debbieweil.com

www.forrester.com

Bildquellen:

www.readwriteweb.com

http://compendiumblog.com




       

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