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Immer schön oben bleiben!
Geschrieben von: Rafael Buchegger   
Freitag, den 03. Juli 2009 um 01:36 Uhr

Das Leben ist wie eine Achterbahn: Mal ist man oben, mal ist man unten. Ganz besonders gilt dies für Manager, die sich in stürmischen Zeiten wie diesen fest anhalten müssen, um ihren Stuhl zu behalten. Diese Metapher wurde nun für das deutsche Magazin Wirtschaftswoche brillant als Werbeaktion umgesetzt.

Vor über 80 Jahren wurde das deutsche Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche gegründet, damals unter dem eher drögen Titel „Deutscher Volkswirt“. Und es scheint die WirtschaftsWoche noch länger zu geben, denn einen direkten Wettbewerber hat das Magazin in Deutschland heute nicht. Trotzdem: Mit einer Auflage von knapp 200.000 Exemplaren erreicht das Heft nicht einmal halb so viele Leser wie etwa Die Zeit.

Um deswegen in der Zielgruppe wieder einmal etwas auf sich aufmerksam zu machen, ließ die WirtschaftsWoche bei Jung von Matt eine Werbeidee ausarbeiten, mit deren Hilfe den potenziellen Lesern auf Augenhöhe begegnet werden sollte. Ziel war es, jede Menge freie Exemplare unter die Leute zu bringen. Das Ergebnis, das seit April im Einsatz ist, kann sich sehen lassen, trifft es doch genau den Puls der Zeit. Dabei handelt es sich um eine Art Chefsessel-Rodeo, das wohl nicht nur Managern gefallen dürfte:

 

Wirtschaftswoche

Wirtschaftswoche

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Zum Einsatz kommt das lustige Stuhlreiten auf Messeständen und Flughäfen. „Immer schön oben bleiben“, lautet der brillant getextete Slogan dazu, der die Sinnhaftigkeit der Zeitung vor allem auch in Krisenzeiten betonen soll. Mit der Zwischenbilanz zeigen sich die Werber jedenfalls zufrieden: Tausende Menschen hatten Spaß, das Chefsessel-Rodeo auszuprobieren bzw. dabei zuzusehen, wie andere auf die Nase fallen, wodurch die WirtschaftsWoche zum Highlight einer jeden Messe wurde. Das Ergebnis: Die Zahl der Menschen, die die WirtschaftsWoche abonnierten, stieg um ein Vielfaches an. Zudem stieg auch die Attraktivität des Magazins.

Ganz neu war die Idee jedoch nicht. Bereits der Economist hatte in Dallas mit einem Rodeo geworben. Zwar war dessen Message lange nicht so präzise auf den Punkt gebracht worden wie das Rodeo der Wirtschaftswoche; allerdings hatte es diese Veranstaltung sogar in diverse Zeitungen geschafft:

 

Wirtschaftswoche

 

Fazit: Nicht immer muss eine Idee neu sein. Manchmal muss man es auch einfach verstehen, gut zu kopieren.

 

Quelle: http://adsoftheworld.com




     

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