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Roboter übernehmen die Welt!
Geschrieben von: Katharina Peschl   
Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 07:58 Uhr

Ja, es ist natürlich eine Promotion-Kampagne. Es ist zwar nicht zu leugnen, dass uns eine Roboterinvasion möglichweise eher bevor steht als wir denken (oder eben auch nicht), aber so schlimm ist es dann wohl doch nicht. Die Viral-Kampagne von Transformers ist jedenfalls gut. Ziemlich gut.

 

Gewöhnlich sollte ein gut gemachter Trailer ja reichen, dann vielleicht ein paar Goodies hier und da und einige gut platzierte Poster sowie TV- und Printwerbungen. Für den zweiten Teil von „Transformers" ist genug aber nicht ausreichend, also gab es noch eine Viral-Kampagne mit dazu: Quer durch alle Video-Plattformen wurden „Augenzeugen"-Videos von Roboter-Sichtungen online gestellt, in allen möglichen roboter_im_hintergrundSprachen und natürlich an allerlei Orten der Welt, unter anderem Frankreich, Japan, Rom, Berlin und Barcelona. Einige Videos zeigen die Roboter-„Sichtungen" deutlich, andere sind im Hintergrund und teils völlig „unbemerkt" (natürlich alles purer Zufall). Eine der bizarrsten „Sichtungen" wurde von Fans bei einem Championsleague-Finale in Rom aufgenommen, aber auch Verkehrsüberwachungskameras dokumentierten Roboter-Sichtungen. Wo es keine Videos gibt, gibt es bekanntlich meistens Fotos. Also wurden auch Fotoplattformen wie Photobucket oder Flickr mit Roboter-Bildern gespickt, die in ganz harmlosen Sonnenuntergangs- oder Radtour-Alben versteckt sind.

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Der größte Teil der Roboter-Sichtungen wird in zwei konkurrierenden Blogs zusammengetragen und veröffentlicht, einer betrieben von Robo Warrior, der andere von Leo, einem lockigen College-Studenten, die beide auch hier und da mal übereinander herziehen und sich gegenseitig schlecht machen. Erst denkt man sich dabei vielleicht noch eher wenig, vielleicht, dass das eine ganz lustige Idee ist. Spannend wird das Ganze dann erst in Kombination mit dem Film selbst: Dort gibt es diese zwei konkurrierenden Blogger tatsächlich. Robo Warrior stellt sich übrigens als alter Bekannter heraus. Auch die unzähligen Videos von Roboter-Sichtungen können nun endlich in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden - auch wenn der Massen-Effekt im Film leider ausbleibt.sonnenuntergang

Drum ist es schon weit mehr als nett überlegte und ganz gut platzierte virale Werbung - das ist Interaktivität, der Film greift quasi in die Realität über und erlaubt ein aktives Dabei-Sein. Die Betreiber nennen diese Kampagne übrigens „extended film experience" - das trifft es genau.

 

 

Quelle: teamrubber, Bilder: photobucket, flickr




     

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