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Hinter den viralen Kulissen
Geschrieben von: Rafael Buchegger   
Dienstag, den 12. August 2008 um 22:55 Uhr

Dass virales Marketing auf dem Vormarsch ist, fällt mittlerweile auch schon immer mehr Durchschnitts-Internetusern auf. Nachdem in manchen Bevölkerungsschichten bereits mehr gesurft als ferngesehen wird, werfen inzwischen auch die traditionellen Medien immer öfter ein Auge auf diese neue Art des Werbens.

Der Kreativ-Vorstand der Agentur-Gruppe Jung von Matt AG, Leiter der Miami Ad School Europe und unter anderem bekannt geworden mit der „Du bist Deutschland“-Kampagne, Oliver Voss, hatte vor vir_reim.jpgkurzem eine schwierige Aufgabe zu leisten: Er sollte bei einem Kongress der Computer-Bild einen Vortrag zum Thema „Online-Marketing“ machen. „Ich hab zugesagt und mir dann hinterher überlegt, was ich als Thema mache“, erzählt Voss. Dieses war schnell gefunden: „Ich wollte mir die interessantesten Virals ansehen und mit den Figuren hinter den Hauptdarstellern sprechen.“ Weil sich seine Recherchearbeit als „recht spannend“ erwies, kam Oliver Voss schließlich auf die Idee, darüber einen kleinen Film zu gestalten und online verfügbar zu machen.

Das Video von Oliver Voss

Diese schlichte, aber professionell gestaltete Kurzreportage ist nun auf seiner Homepage (rechts unten unter "Online-Stars") abrufbar und blickt hinter die Kulissen von vier viralen Kampagnen, die einst für großes Aufsehen gesorgt hatten. Zu sehen ist Oliver Voss im Gespräch mit Wolf Heumann (JvM), dem kreativen Kopf hinter einer Kampagne mit Pleitesänger Matthias Reim als Testimonial für den Mietwagenverleiher Sixt, mit Till Eckel (Heimat) über seine Hornbach-Kampagne rund um einen fiktiven Stuntman namens „Ron Hammer“ sowie mit Ludwig Berndl & Stefan Schulte (DDB), die für die mittlerweile legendäre Horst-Schlämmer-Kampagne für VW verantwortlich zeichnen. Gekrönt wird vir_voss.jpgder Reigen durch ein Telefonat mit Stefan Olander von Nike, dem „Erfinder des erfolgreichsten Virals der Welt“.

Die Reportage, die unter anderem der Frage nachgeht, ob virales Marketing tatsächlich so kostengünstig ist wie sein Ruf verspricht, kann sich übrigens selbst bereits als Beispiel eines erfolgreichen viralen Films sehen lassen – in unzähligen Blogs und Online-Medien wurde bereits auf sie hingewiesen, obwohl das gelungene Projekt nicht einmal auf YouTube zu finden ist.

Doch nicht nur Werber selbst interessieren sich für ihr eigenes Schaffen, sondern auch klassische Journalisten beobachten – meist nicht unkritisch –das Geschehen. Bereits vor über zwei Jahren sendete die 3sat-Sendung „nano“ einen Bericht, den Moderator Ingolf Bauer mit den mahnenden Worten einleitete: „Die kreativen Werber haben unsere Blockade längst unterlaufen. Ohne, dass wir es merken, sind wir Teil der Werbekampagnen geworden.“ Selbstironischer Nachsatz: „Mit unserem Beitrag haben wir den viralen Werbern perfekt zugespielt.“

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Gefunden auf: wuv.de, YouTube




         

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