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Insights/Interviews

Dienstag, 20 Mai 2008 | Administrator

Interview mit Sonja Schmatelka, Product Manager bei Mautner Markhof

Zur Person: Seit September 2000 bei Mautner Markhof als Product Manager ttig. Verantwortlich fr die Produktgruppen Senf, Dressing und die Vertriebsmarke TABASCO. Zum Ttigkeitsfeld gehren neben dem Erstellen von Konzepten auch die Umsetzung und die werbliche Untersttzung der einzelnen Segmente. flip theflop "Wir freuen uns, Sie auf flip theflop begren zu drfen. Herzlich Willkommen! Sonja Schmatelka Hallo, ich freue mich auch. Seit 1841 bewhrt sich Mautner Markhof in fast allen sterreichischen Haushalten. Neben traditionsreichen sterreichischen Spezialitten wie Hesperiden Essig, Estragon und Kremser Senf ist das Unternehmen zudem mit innovativen Ideen und Produkten wie dem Sojadressing erfolgreich. Wie schaffen sie diesen weiten Bogen? Natrlich ist es ein Spagat, zwischen traditionell-konservativen und innovativen Produkten. Aber das ist gerade der Reiz an der Sache. Mit unserer neu formulierten Strategie haben wir die ganze Palette exakt strukturiert und definieren traditionelle Basics und innovative Feinkost mit Esprit. Das ist die Positionierung von Mautner Markhof - sterreichischer Geschmack, Tradition und berraschung. International entwickelt sich der Senf Markt in Richtung Schrfe. Im Mai launchen Sie die neue Sorte hotSenf - die Zwillinge X Hot und XX Hot. An welche Zielgruppe richten sich X Hot und XX Hot? Generell an alle, die es scharf und noch schrfer lieben. Speziell an die jngere Zielgruppe. X-Hot und XX-Hot Senf sind Partytiger und sollen zum Schrfe-Wettbewerb antreten. 'Homing' ist als Megatrend etabliert und Heimevents werden nicht nur bei der Fuball EM eine groe Rolle spielen. Die neuen Senfsorten sind die ideale Ergnzung. Laufen Grill Variationen und der Trend nach Schrfe den traditionellen Geschmacksrichtungen den Rang ab? Keineswegs, es geht eher in Richtung Abwechslung. Die neuen Sorten wirken inspirierend. Die unbertroffenen Mautner Markhof Senfsorten Estragon oder Kremser Senf sind Felsen in der Brandung und reprsentieren Spitzenqualitt. Auf Basis dieses Know-hows kann Mautner Markhof ein wunderbares Spektrum an Spezialsenf-Sorten ausspielen. Wo wird der hot Senf zu haben sein und welche Manahmen setzt Mautner Markhof, um die scharfen Zwillinge bekannt zu machen? Wir haben eine Prioritt und das ist die Wiederholungstat. Deshalb gibt es einen erheblichen Aufwand an Verkostungs- und Samplingaktionen. 100.000 Minituben werden verteilt. Wer XX-Hot Senf gekostet hat, will's wissen - und wieder haben. Darberhinaus gibt es eine Reihe von Below-the line-Aktionen, PR und feurige Printsujets. Gelistet sind die beiden im guten Feinkostgeschft, wie bei Interspar, Eurospar, Adeg, Magnet und bei vielen mehr. Mautner Markhof setzt auf eine sterreich-Positionierung. Die Slogans "So isst sterreich", "sterreich liebt ihn" , "Feuerwerk in sterreichs Regalen" und die klare Farbfhrung rot-wei-rot verdeutlichen das. Was versprechen Sie sich vom Herkunftsland sterreich fr das Markenimage des neuen hotSenfs? Mautner Markhof ist der sterreicher unter den Feinkostanbietern. In Zeiten wie diesen sehnt sich der Mensch nach seinen eigenen vier Wnden - und seinem Lieblingsessen. Mautner Markhof spielt daher die sterrreich Karte in charmanter Weise bewusst aus. Wenn's um die Wurst bzw. den Senf geht, findet auch das junge Publikum sterreich gut. Die Leute sind ja auch stolz auf ihr KTM-Motorrad aus Salzburg. flip theflop screent fast 100 Buzz Marketing Blogs weltweit, da interessiert es uns natrlich sehr welche Rolle Buzz Marketing bei Mautner Markhof spielt. Davon erwarten wir uns eine Menge. Communuties sind uns offline und online willkommen, in einer virtuellen Kommunikationswelt muss man mit dabei sein. Mit einem guten Targeting kann viel Mundpropaganda erreicht werden. Am besten wr's natrlich, wir knnten den tollen Geschmack unseres X-Hot und XX-Hot via Breitband bertragen. Probeweise, versteht sich. Vielen Dank fr das spannende Interview, wir freuen uns schon auf die Grillsaison und auf weitere spannende Variationen der Mautner Markhof Kstlichkeiten. Gerne.


Insights/Interviews

Mittwoch, 09 April 2008 | Administrator

Interview mit Claus HofmannCredner, Marketingleiter Almdudler

flip theflop "Wir freuen uns, Sie auf Flip the Flop begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!" Claus Hofmann-Credner Hallo und vielen Dank für die Einladung! Almdudler ist die beliebteste Erfrischungsgetränkemarke Österreichs und wird als das Nationalgetränk der ÖsterreicherInnen betitelt. Wie gelingt es Ihnen, ihre Mitbewerber (von Coca Cola über Bionade, Schartner Bombe, Traubisoda, Gröbi und Almdudler Nachahmungen) so weit abzuhängen? Was sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren der Marke Almdudler? Der Sodawasserproduzent Erwin Klein hatte die Idee aus der Redewendung „auf der Alm dudeln" eine Kräuterlimonade zu produzieren. So wurde Almduder erstmals 1957 in der orig. Formflasche abgefüllt und die erste Flasche Almdudler schenkte Erwin Klein seiner Frau Ingrid am 17.10.1957 anlässlich ihrer Hochzeit. Seitdem entwickelte sich Almdudler vor allem in der Gastronomie weit besser als die damaligen ausländischen Markengetränke wie Chabesade, Sinalco, Libella und Frucade. Almdudler ist seit 50 Jahren ein österreichisches Familienunternehmen, ein Produkt mit Geschichte, eine Marke, die sich selbst seit 50 Jahren treu geblieben ist und seinen Konsumenten das bietet, was sie sich von Almdudler erwarten: Das einzigartige Geschmackserlebnis aus natürlichen Alpenkräutern. Claus Hofmann-Credner über authentischen Markenauftritt Worauf setzen Sie in Ihrem Marketing Mix? Wie stehen Sie zu dem Schlagwort Marketing 2.0 oder partizipatives Marketing? Inwieweit stehen „echte" KonsumentInnen hinter Ihrem authentischen Auftritt? Almdudler ist durch Werbung groß geworden und hat schon in den 60er Jahren großartige TV Spots produziert wie zB die Game Show „die Almdudler Tutti Frutti Show". Der werbliche Durchbruch gelang der Marke Almdudler mit dem Claim „Wenn die kann Almdudler hab'n, geh i wieder ham" in den 80iger Jahren. TV war immer schon unser Trägermedium und hat Almdudler zu der Sympathie und Bekanntheit verholfen, auf die wir heute als österreichisches Familienunternehmen stolz sein können. Unser klassischer Marketing Mix berücksichtigt TV, HF und Print. Für spezielle Promotions und Kampagnen greifen wir auf Onlinewerbeformen zurück. Marketing 2.0 beschreibt die Verlagerung hin zum Konsumenten, der sich alle Unternehmen stellen müssen. Die Marke gehört den Konsumenten! Sie entscheiden, ob sie Top oder Flop ist. Man muss selbst Teil seiner Zielgruppe bzw. Community sein, um zu wissen welche Erwartungen sie haben und was ihnen wichtig ist. Sie suchen regelrecht den Dialog, dies konnten wir selbst bei einigen Workshops mit unseren Konsumenten feststellen. Seine Konsumenten für Produktinnovationen und Kampagnentest heranzuziehen und mit ihnen gemeinsam Entscheidungen zu treffen macht Marketing wirklich spannend und interessant. Das Trachtenpärchen Jakob und Marianne ziert seit mehr als 50 Jahren Ihre Flasche. Das Pärchen ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Ist es denkbar für Sie, Jakob und Marianne zu verjüngen? Ich finde, die Beiden haben sich für ihr Alter sehr gut gehalten.  Alle 3 bis 5 Jahre erhalten sie einen Softrelaunch, der aber vordergründig nicht wahrgenommen werden soll. Das Trachtenpärchen ist eines der stärksten österreichischen Markensymbole und erfreut sich höchster Sympathie. Für unser Kindergetränk haben wir ein Kinderpärchen illustrieren lassen. Aber auch für spezielle Anlässe werden Jakob und Marianne neu gekleidet. Es gibt einige Versionen des Trachtenpärchens: Ein Weihnachtspärchen, ein Sommerpärchen in Badehose und Bikini, ein schwules und ein lesbisches Trachtenpärchen, ein tanzendes und zum 50 jährigen Jubiläum ein sich küssendes Trachtenpärchen. Über die Trachtenpärchenwahl 2008 Aktuell suchen Sie das originellste Trachtenpärchen 2008. Suchen Sie ein neues Paradepärchen für Almdudler, oder was genau steckt hinter dem Contest? Die Idee, das Almdudler Trachtenpärchen zu suchen, hatten wir schon lange. Wir wollten jedoch keinen klassischen Fotowettbewerb mit den schönsten selbsternannten Models schaffen, sondern vielmehr eine Plattform für unsere Zielgruppe und Trachtenfreunde. Uns ist dabei wichtig, dass sich unsere Zielgruppe mit der Markenwelt von Almdudler assoziiert und Spaß dabei hat. Der Contest kann unter dem Schlagwort Web 2.0 oder Buzzmarketing eingeordnet werden. Die Trachtenpärchenwahl ist fast ein Selbstläufer. Innerhalb von 3 Monaten konnten wir über 500 Pärchen und 100 Singles registrieren, die aktiv daran teilnehmen und die Seite auch weiterempfehlen. Mittlerweile gibt es schon eigene Blogs und Gruppen zur Trachtenpärchenwahl sowie Fotolinks und Videos. Wer hat die größten Chancen, die Trachtenpärchenwahl 2008 zu gewinnen? Was ist für Sie originell? Die Community ermittelt per online Voting jeden Monat ein Siegerpärchen, das 4 Karten für den Almdudler Trachtenpärchenball am 19.Sept. 2008 im Wiener Rathaus gewinnt. Die besten 5 Pärchen jeden Monats werden Anfang September einer Jury präsentiert. Die wählt die 10 originellsten Pärchen aus, die sich am Trachtenpärchenball dem Publikumsvoting stellen dürfen. Das originellste Trachtenpärchen gewinnt die Almdudler Silvesterparty auf einer urigen Hütte am Berg. Originell darf jeder für sich selbst interpretieren, hier möchten wir keine Grenzen setzen, Spass soll es machen. Die einzige Vorraussetzung ist Dirndl und Lederhose. Was dürfen wir uns heuer vom Trachtenpärchenball erwarten? Viel wollen wir noch nicht verraten, aber es wird der schrägste Ball seit es Lederhosen gibt. Tickets und Programm findet ihr ab Juni unter www.trachtenpaerchenball.at „Vielen Dank für das spannende Interview. Wir wünschen nachträglich Alles Gute zum 50. Geburtstag und freuen uns auf die Wiederauflage des schrägsten Balls seit es Lederhosen gibt am 19. September 2008 mit dem großen Finale der Trachtenpärchenwahl 2008!" Vielen Dank und noch einen schönen Abend! Zur Person: Geboren in Wien, 33 jahre jung und seit 2003 bei Almdudler.


Insights/Interviews

Dienstag, 06 November 2007 | Alexander Schroll

Interview mit Sylvia Dellantonio, Geschäftsführerin DiePresse.com

Zur Person Sylvia Dellantonio ist seit Mai 2005 Geschäftsführerin von DiePresse.com, dem Online-Portal der Tageszeitung „Die Presse“, und Projektleiterin von Reporter 08 – „Die Presse“ sucht die Reporter von morgen. Interview flip theflop: “Wir freuen uns, Sie auf Flip the Flop begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!“ Sylvia Dellantonio: Auch ich freue mich über diese Gelegenheit. DiePresse.com hat derzeit das spannende Programm Reporter 08 laufen. „Die Presse“ gibt einem jungen Menschen, gemeinsam mit Thomas Seifert, einem der profiliertesten Auslandsreporter Österreichs, die Möglichkeit, eine Auslandsreportage zu bestreiten. Wie entstand diese Idee? Haben sie die Idee inhouse entwickelt oder zeichnet eine Agentur dafür verantwortlich? Die Idee stammt von Thomas Seifert, nach dem Vorbild der New York Times. Wir haben das Konzept hausintern in Zusammenarbeit von Redaktion und Marketing etwas adaptiert. Die Bewerber können im Unterschied zur New York Times das Reiseziel selbst wählen, es ist ein Teil der Bewerbung. Wir waren selbst erstaunt, welches Potenzial in einem richtig gemischten hausinternen Team steckt, wenn es auch eine eher zeitintensive Erfahrung war. Was genau ist das Ziel der Aktion? Das Aufspüren junger Journalistentalente? Eine aufsehenerregende Werbekampagne im Jugendsegment? Wir fanden die Idee spannend und sie passt auch thematisch gut zur „Presse“. Einmal, weil „Die Presse“ mit der Lehrredaktion schon seit langen Jahren im Bereich Nachwuchsjournalismus tätig ist, zum anderen, weil sie auf eine lange Tradition in der Auslandsberichterstattung zurückgreifen kann. Die Beteiligten im Haus waren sofort Feuer und Flamme. Und natürlich wollen wir damit junge Leute erreichen. Über Buzz Marketing für (angehende) Journalisten Sie setzen mit Reporter 08 sämtliche Mechanismen des Buzz Marketing ein. Worin liegen aus Ihrer Sicht die Stärken dieses innovativen Marketing Instruments? In der Vermarktung der Aktion wollten wir neben einer breiten Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit auch eine gezielte Ansprache der 18- bis 26-Jährigen erreichen, für die Reporter 08 in erster Linie relevant ist. Mit der Verwendung ausschließlich klassischer Medien stößt man vor allem bei jungen Menschen oft auf Grenzen. Wir wollten daher auch jene Kommunikationsplattformen verwenden, die gerade in der jungen Zielgruppe sehr beliebt sind und häufig genutzt werden, also Social Networks, Online-Foren an Universitäten und Meeting Points wie Mensen und Studentenlokale. Aus diesen Plattformen haben wir auch sehr gute Rückläufe aus der Kernzielgruppe der 18- bis 26-Jährigen generiert. Reporter `08 funktioniert sensationell gut. Es haben sich über 240 junge SchreiberInnen angemeldet und das Programm ist in aller Munde. Sie sind auch auf MySpace vertreten. Welche Kommunikationskanäle setzen Sie ein und welcher davon ist der vielversprechendste? Die Aktion wurde natürlich massiv in der „Presse“ sowie auf DiePresse.com beworben. Wir waren stark in den wichtigen nationalen Magazinen und online auf zielgruppenspezifischen und großen Nachrichtenseiten vertreten. Wie schon erwähnt nutzten wir Social Networks wie z.B. Myspace, StudiVZ oder Facebook. Branchenmedien, Studienrichtungsvertretungen und Blogger wurden informiert und haben über die Aktion berichtet. Zu Semesterbeginn waren wir an allen österreichischen Universitäten und Fachhochschulen präsent. Freecards lagen in unzähligen Lokalen, Bars und anderen Meeting Points in ganz Österreich auf. Insgesamt ist uns das Zusammenspiel der verschiedenen Werbeformen und -träger, glaube ich, sehr gut gelungen. Klassische Werbung war uns bei Reporter 08 genau so wichtig wie Below-the-line-Maßnahmen. Zugegeben hat uns der hohe Rücklauf aus den unkonventionellen Kommunikationskanälen aber sehr beeindruckt. Reporter 08 als Serie? Reporter 08 deutet auf eine mögliche Serie hin. Wird es eine Fortsetzung, einen Reporter 09 geben? Ja, das war die Intention – auch in Anlehnung an andere Aktivitäten der „Presse“. Wir haben jetzt die Bewerbungsphase erfolgreich mit über 240 Kandidaten beendet und heute, Dienstag, startet das Voting. Der Gewinner steht Anfang Dezember fest. Ich gehe schon jetzt davon aus, dass die Aktion weiter erfolgreich läuft und im nächsten Jahr weitergeführt wird. Vielen Dank für das spannende Interview, wir freuen uns schon auf die ersten Berichte des Reporters 08. Vielen Dank auch Ihnen! Links: Reporter 08, MySpace: Das Abenteuer wartet


Insights/Interviews

Mittwoch, 08 November 2006 | Moni Prosch

Interview mit Manfred Gansterer, Werbeleiter MediaMarkt Österreich.

MediaMarkt berrascht dieser Tage wohl nicht wenige Marketeers in sterreich. Die innovative Kampange rund um "Dad's Dead" hat viel Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt. Davon will sich auch nicht Flip the Flop ausgrenzen und hat zu diesem Zweck mit Manfred Gansterer, dem Werbeleiter von MediaMarkt sterreich, darber gesprochen, warum MediaMarkt neue Wege der Werbung einschlgt und mit dem Film Dad’s Dead die volle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Interview Flip The Flop “Wir freuen uns, Sie auf Flip the Flop begren zu drfen. Herzlich willkommen!“ Manfred Gansterer Hallo! Sie haben es wieder mal geschafft: Sie haben mit Dads Dead eine innovative Werbeform geschaffen. Eine exklusive Filmproduktion lockt in den Media Markt – Schluss mit „Ich bin doch nicht bld Mann“? Nein, Ende November geht’s weiter mit neuen Bldmann-Episoden, skuriler und unterhaltsamer als je zuvor. Die Kommunikation Was sind die primren Ziele dieser Kampagne? Unseren Kunden Unterhaltung bieten. In zweiter Linie Menschen, die noch nie in einem Media Markt waren, zu uns in den Markt bringen. Dads Dead sorgte schon vor dem „Verkaufsstart“ in den vergangenen Wochen fr ziemlich viel Trubel. Wurde der Media Markt als Absender schon vor dem 2. November entlarvt? Was waren die wildesten Mutmaungen? Nein, es waren schon vor dem 2.11. Kunden in den Mrkten und haben gefragt, ob es denn den neuen Film Dad’s dead auch bei Media Markt geben wrde, aber die haben die Frage gestellt weil sie uns die Film- und DVD-Kompetenz zugeschrieben haben. Die meisten Anfragen, die per mail kamen, waren nach dem Kinostart-Termin. Wir haben mitbekommen, dass in Videotheken nach dem Film gefragt wurde ode dass es Bestellanfragen auf Amazon gab. Dads Dead ist ein Mystery-Thriller. Gibt es einen speziellen Grund, weshalb gerade ein Thriller und nicht etwa eine Komdie als Handlung gewhlt wurde? Das Genre Thriller/Mystery/Horror kommt bei der jungen Zielgruppe am besten an. Auerdem ist es das unwerblichste Filmgenre. Dads Dead ist eine Low-Budget Produktion, la „In drei Tagen bist du tot“. Welche Zielgruppen sprechen Sie damit an? Hauptschlich Jugendliche, auch Filminteressierte generell Fr Dads Dead wurden keine weiteren Sponsoren ins Boot geholt. Der Spielfilm wird demnach einzig und allein von Media Markt finanziert. Rechnet sich so eine exklusive Auftragsproduktion? Die Gretchenfrage, ob sich Werbung rechnet… Nie – wenn man sich die unmittelbaren Auswirkungen von Werbung ansieht. Immer (vorausgesetzt die Werbung ist gut gemacht) – wenn man auch mittelfristige Effekte (Image, Top-of-mind-Position,…) dazunimmt. Media Markt Werbung war schon immer Werbung ber die gesprochen wird. Was fr eine Bedeutung hat Mund zu Mund Kommunikation fr die Umstze von Media Markt? Eine sehr groe, weil Meinungen von Menschen die ich schtze weit mehr wiegen als klassische Werbeaussagen. Als allererstes muss das Produkt stimmen, weil „Nothing kills a bad product faster than good advertising“. Gegen negative Mundpropaganda ist auch gute klassische Werbung machtlos. Wie gehts weiter Im Dezember gehts mit dem Spiel zum Film weiter. Die Startauflage des Spiels liegt bei 10.000 Stck. Rechnen Sie mit einem hnlich groen Ansturm, wie bei dem Film Dads Dead? Das ganze Projekt ist so neu, dass wir berhaupt keine Erfahrungswerte haben. Lassen wir uns berraschen… „Vielen Dank fr das spannende Interview, wir freuen uns schon auf viele spannende Stunden mit Dads Dead – Film und Spiel.“ Aber gerne doch! Denn das ist auch die Intention des Films (und auch des Spiels): Unterhaltung Zur Person: 35 Jahre, seit 10 Jahren in der Werbebranche, seit 6 Jahren bei Media Markt/Saturn. Habe den geilsten Werbejob in diesem Land, glaub ich.


Insights/Interviews

Montag, 14 August 2006 | Markus Karwautz

Interview mit Claudia Winkler, Vipnet

Vipnet, einer der führenden kroatischen Mobilfunkanbieter, hat vor wenigen Wochenl eine neue Discountmarke gelauncht: tomato. Tomato besticht durch sensationell günstige Preise, die durch ein übersichtliches Produktangebot möglich werden. So werden lediglich Sprachtelefonie und SMS zum einheitlichen Tarif in alle Netze angeboten. Flip The Flop hat mit Mag. Claudia Winkler, Residential Marketing Director von Vipnet, darüber gesprochen, warum ein führender Mobilfunkanbieter eine Low-Cost-Brand launcht, auf welche Besonderheiten dabei geachtet werden muss und um was es sich bei „tomato“ genau handelt.

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Insights/Interviews

Sonntag, 23 Juli 2006 | moni prosch

Interview mit Karl Heinz Lang, adidas

Begonnen hatte alles 1920, als Adi Dassler aus den wenigen Materialien, die nach dem ersten Weltkrieg erhltlich waren, seine ersten Schuhe fertigte. Heute reicht die adidas Produkt-Palette von Schuhen, Bekleidung und Accessoires fr Basketball ber Fuball, Fitness und Training bis hin zu Adventure, Trail und Golf. Adidas hat durch die WM 2006 einen starken Auftrieb erlebt. Deutschland als Gastgeber- und Heimatland der Marke steht endlich wieder zu seinem Land. Fliptheflop will wissen, was dahinter steckt. Deshalb interviewen wird den Spezialisten in Sachen adidas: Karl Heinz Lang - er hat Anfang 1975 als Assistent von Adi Dassler angefangen und war bis 1996 im Bereich Footwear Operations ttig. Seit 1997 ist der Spezialist "Head of HR Global Training Center & Archives" und gilt allgemein als "das Gedchtnis von adidas". Interview Flip The Flop Herr Lang, wir freuen uns Sie als langjhrigen adidas-Kenner interviewen zu drfen. Die WM ist sehr erfolgreich verlaufen. Wie war denn die Stimmung whrend der WM bei Adidas? Karl Heinz Lang Wir bei adidas sind ja ein gemischtes Vlkchen. Die Stimmung war dementsprechend gut – es war so wie berall in Deutschland. Fahnen wohin das Auge reicht! Gab es durch die WM mehr zu tun? Ja sicherlich. Die WM hat alle Vorstellungen bei weitem bertroffen. Das ist natrlich auch mit mehr Arbeit verbunden. Alle Personen die im Bereich Communication oder produktionsbezogen gearbeitet haben, waren natrlich strker eingespant. Viele Kollegen waren nach der WM platt und haben sich danach einen wohlverdienten Urlaub gegnnt. Die hohe Konzentration und die intensive Arbeit schlaucht, auch wenn’s sehr viel Freude macht. Zudem hatten wir einen groen Medienauflauf, sind von einem Interview zum andern gewandert. Aber das alles ist ja ein positiver Stress. Der Teamgeist Der Teamgeist wurde ber 15 Millionen Mal verkauft. Wie kommt es, dass sich der Ball so unheimlich gut verkaufte? Die hohen Verkaufszahlen lagen sicherlich zum Teil am Namen, der hat’ s getroffen. Er war ja Teil einer Gesamtkampagne. Der Ball hat die Stimmung in jedem Fall total getroffen. Zwei Torhter haben sich sogar beschwert dass der Ball zu gut fliegt. Doch der Tordurchschnitt bei der WM war extrem niedrig. Wre der Ball nicht so gut geflogen, wre dies mglicherweise die Torrmste WM aller Zeiten geworden. Der Teamgeist ist zudem vom Stiftung Warentest zum besten Ball gekrt worden. Ja und das spezielle Design darf auch nicht vergessen werden. Die Medien haben viel darber berichtet – sie sagten mitunter erinnert das Design des TEAMGEIST an eine Slip Einlage. Das sprach sich natrlich herum wie ein Lauffeuer und kurbelte den Verkauf zudem an. Woher wussten Sie, wie viele Blle adidas verkaufen wird? Das wussten wir nicht, aber es gab schon Vorstellungen. Waren immer gengend Blle vorhanden, oder musste der Ein oder Andere schon mal auf seinen Teamgeist warten? Es wurden wie gesagt alle Erwartungen bertroffen. Wir mussten extrem gut planen. Man hat nach den Schtzungen entsprechend vorproduziert. Aber es gab schon kleine Engpsse. Und der Spielball selbst? Zum ersten Mal bei einer WM stand auf den Spielball Wer gegen Wen und Wann spielt. Die Blle wurden bei uns in Scheinfeld mit dem jeweiligen Mannschaftsnamen und dem Spieldatum, bedruckt. Das konnte zwar logistisch vorbereitet werden, aber man stt mit der Zeit an die Kapazittsgrenze. Wir hatten ja nur 2 Tage Zeit um die Blle zu bedrucken und wussten im Vorhinein nicht, Wer gegen Wen spielt. Welche Auswirkungen hatte der Name TEAMGEIST auf die WM? Der TEAMGEIST hat die Stimmung whrend der ganzen WM reprsentiert. Es entstand eine wunderbare Symbiose. Der Name war auf einmal das Gefhl der Menschen. Nicht nur Spieler sondern auch Zuschauer waren der Teamgeist. Aber es war nicht nur der Teamgeist, die Stimmung schwappte auch zu anderen Produkten ber. Ein Beispiel ist das „Danke Schn“ Trikot das die deutsche Elf beim Auftritt in Berlin trug. Das war zwar alles vorbereitet, man ging jedoch von einer kleinen Menge aus und der Auftritt in Berlin verursachte eine explosionsartige Nachfrage, auf die wir zu Beginn nicht vorbereitet waren. Der Schuh Welche Modelle wurden auf der WM gespielt? Eine bunte Mischung. Die meisten Spieler haben sich ihre Schuhe ausgesucht. Man konnte sehr gut sehen, dass die jungen Spieler vorwiegend die neuen Modelle gespielt haben, whrend die erfahreneren Spieler auf unsere allbewhrten Modelle zurckgegriffen haben. Podolski und Schweinsteiger haben den +50 Tunit gespielt, Ballack und Zidane den Predator. Und eine ganze Reihe von Spielern haben den Copa Mundial und den World Cup zum spielen gewhlt. Dies kann nur die Entscheidung der Spieler gewesen sein und zeugt von der Qualitt unserer Schuhe, denn der Copa Mundial und der World Cup sind Klassiker. Diese Schuhe werden schon seit den 80er Jahren gespielt und werden momentan von uns nicht verstrkt beworben. Adidas sagt selbst: Adidas war, ist und wird immer die fhrende globale Fuballmarke sein. Weshalb ist das Ihrer Meinung nach so? Das liegt einerseits in der langen Tradition und der hohen Qualitt der Produkte. Andererseits trgt unser Fokus auf Innovation einen groen Anteil zum Erfolg bei. Tatsache ist, dass schon ganz am Anfang der Marke, also vor dem zweiten Weltkrieg, Leichtathletik- und Fuballprodukte hergestellt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg lag der Schwerpunkt von adidas dann beim Fuball. Die Geschichte von adidas und Puma ist ja wohl bekannt. Die beiden Marken standen in einem stndigen Konkurrenzkampf, weshalb beide verstrkt versucht haben, sich durch Innovationen einen Vorteil zu verschaffen. Adi Dassler war mit adidas jedoch immer der Strkere in Sachen Innovation. Innovationen sind demnach in der Geschichte von adidas tief verwurzelt. Das Gefhl fr Fuballschuhe ist bei uns einfach vorhanden. Stichwort +10 Die grte Marketingkampagne fr und um den Fuball von adidas. Irgendwann taucht der Begriff +10 sicherlich im Duden auf. Sie mssen sich vorstellen, es war nicht nur eine reine Kampagne nach auen sondern auch intern. +10 wurde auch ber unser Intranet verwendet. Alles ist auf das Gemeinschaftsspiel gerichtet. Denn allein bist nicht viel aber im Team bist du alles. Auch die Japaner waren von dieser Philosophie sehr angetan. Es gab eine eigene interne adidas WM die auf allen Kontinenten ausgetragen wurde. Jedes Land hatte eigene Mannschaften und es wurde um den jeweiligen Kontinentmeister gespielt. Die Kontinentmeister traten dann jeweils gegeneinander in Herzogenaurach an. Letztendlich haben die Amerikaner vor den Deutschen die adidas WM gewonnen. Das BBC London hat den ganzen Spa auch aufgenommen. Das kam natrlich auch bei denjenigen, die mit Fuball nicht viel anfangen knnen super an. Diese internen Veranstaltungen waren der sehr wichtig fr die Mitarbeitermotivation. Was ist fr die EM 2008 zu erwarten? Hier zitiere ich den viel gehrten Satz von Herberger – „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Wenn unsere Entwickler und Designer sich jetzt erst am Kopf kratzen wrden wre das verdammt spt. Einen Teamgeist zu entwickeln geht nicht in 3 Wochen. Hier geht es schlielich nicht nur um Namen und Design sondern auch um Technologie. Gibt es schon zahlen ber die WM bedingten Umsatzsteigerungen? Die Sache ist noch nicht ganz abgeschlossen, im 4. Quartal ist mit den Zahlen zu rechnen. Aber es ist deutlich mehr als erwartet. Herr Lang, vielen Dank fr Ihre Zeit. Es war uns eine Freude. Karl Heinz Lang, Head of HR Global Training Center & Archiv bei adidas gilt allgemein als das "Gedchnis von adidas"


Insights/Interviews

Dienstag, 16 Mai 2006 | alex

Interview mit Niko Alm, The Gap

Das Gap hat sich seit den Anfngen in den 90ern zu einem der wichtigsten Magazine fr Popkultur in sterreich entwickelt. Pnktlich zur neuen Ausgabe (Nr. 67) hat Flip-the-Flop mit Niko Alm, dem Herausgeber von The Gap ein Interview ber Entrepreneurship und das aussergewhnliche Konzept eines Magazins fr Popkultur gesprochen. Interview Flip The Flop Wir freuen uns, Sie als Herausgeber von The Gap, unserer Meinung nach sterreichs bestem Medium fr Popkultur, interviewen zu drfen. Herzlich willkommen auf Flip the Flop! NIKO ALM Guten Tag. Fr den ungewhnlichen Fall, dass unter unseren Lesern jemand das Gap nicht kennt, knnten Sie uns eine Synopse liefern, um was es in Ihrem Magazin geht? Das Gap ist ein Magazin fr Popkultur. Das bedeutet, wir behandeln Themen aus den Bereichen Musik, Film, Literatur, Spiele, Kunst, aber in letzter Zeit auch Wissenschaft, Politik (z. B. mit Kolumnen von Heide Schmidt und Marie Ringler) und allem was uns in diesem Zusammenhang relevant erscheint. Vielerorts wird das Gap aber nach wie vor als Musik-Magazin wahrgenommen, was nicht ganz unrichtig ist, da noch immer ein groer Teil unseres inhaltlichen Angebots Musikthemen betrifft und wir mit mehr als 1,000 geschriebenen Musikreviews pro Jahr sicher den grten berblick aller Printmedien ber das vorhandene Angebot schaffen. Zusammengefasst: Das Gap ist eine Mischung aus General Interest Magazin, was die inhaltliche Breite betrifft, und Special Interest Magazin, was die inhaltliche Tiefe betrifft, und damit insgesamt ein eher unbliches Format. Entrepreneurship und das Geheimnis meines Erfolges Sie haben Publizistik studiert und sind mit Ihren 30 Jahren inzwischen nicht nur Herausgeber von The Gap, sondern auch Geschftsfhrer einer Werbeagentur (Super-Fi) und eines Softwareunternehmens (m-otion). Sie sind ein Hoffnungsschimmer fr jeden zukunftsgengstigten Publizistik-Studenten. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs? Bin ich damit nicht eher ein Hoffnungsschimmer fr Wirtschaftsstudentinnen? Meine unternehmerischen Ttigkeiten per se stehen ja mit Kommunikationswissenschaften nur inhaltlich in Zusammenhang. Generell habe ich das sogenannte Publizistik-Studium nie deswegen absolviert, um spter Journalist zu werden oder in einem Medienbetrieb zu arbeiten. Dass ich spter selbst einen Verlag fr das Gap (mit)gegrndet habe, nmlich Monopol, darf getrost als Zufall bezeichnet werden. Andererseits, um auf das Wirtschaftsstudium zurckzukommen, das mir auch nicht fremd ist, werden auch hier die Studierenden eher dahingehend berzeugt in mglichst groen Unternehmen Unterschlupf finden zu mssen, als selbst eines zu grnden. Entrepreneurship ist also studienunabhngig und wenn es so etwas wie ein Geheimnis des Erfolgs gibt, dann ist es leider ganz banal: nmlich seine eigene Sache mit Nachdruck zu verfolgen, d. h. arbeiten. Auch das Gap kann auf eine ereignisreiche Entwicklung zurckblicken. Als Insider wei frau, dass alles in einem kleinen Stall in Bethlehem, ich meine natrlich als Semesterarbeit einer Seminargruppe am Publizistik-Institut begann. Wie ging es dann bis heute weiter? Der Grndungsmythos hlt sich hartnckig. Faktum ist aber, dass das Gap eine Reihe von Entwicklungsschben erfahren hat. In den ersten 4 Jahren seines Bestehens (von 1997 – 2001) war das Magazin ein inhaltich bescheidenes, unprofessionell gefhrtes Fanzine. Das nderte sich mit Nummer 038 als wir die Auflage auf 40.000 verzehnfachten und durchgngig 4-frbig wurden. Damals begannen wir auch unser eigenes fr den Gratis-Vertrieb notwendiges Distributionsnetz aufzubauen und das Magazin wurde so ein fr die Werbewirtschaft relevantes Medium. 2004 grndeten wir den Monopol Verlag und nderten das Erscheinungsbild zum heutigen Status Quo. Der letzte Sprung erfolgte 2005, als wir schlussendlich auch intern die Ablufe professionalisierten und begannen allen MitarbeiterInnen Honorare auszuzahlen. Bis 2006 erschien das Gap 6 Mal im Jahr, heuer erscheinen wir 8 Mal. Wenn das gut luft, erscheinen wir nchstes Jahr monatlich. Sowohl bei Artikeln und Interviews als auch in der stets gut gefllten Abteilung "Rezensionen" gehen die Gap-Redakteure gern in die Tiefe. Bis auf wenige Ausnahmen machen sie das meist unbezahlt. Wie motiviert man als Herausgeber seine Redakteure zu so einer Hingabe? Das ist zugegebenermaen nicht mein Verdienst, sondern in erster Linie der meiner Vorgnger und der historischen Entwicklung aus dem Fanzine-Gedanken heraus. Allerdings stimmt es auch nicht mehr. Wir zahlen ja seit einem Jahr Honorare. Das Konzept eines Gratis-Magazines Abgesehen vom -groteils wirklich genial geschriebenen- Inhalt ist das Beste am Gap, dass es gratis ist. Was viele Leser brennend interessiert: Was ist der Grund dafr? Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn man hinter die Kulissen blickt: die Umsatzerlse aus dem Verkauf wrden nur etwa 10% der Kosten decken. Befreit man sich von dieser Schranke, die ja auch administrative Kosten verursacht, stehen einem ganz andere Mglichkeiten fr den Vertrieb offen. Und eine sinnvoll verteilte, hohe Auflage ist auch fr Werbekunden interessanter. Das schnste daran ist natrlich, dass wir so auch sehr viel mehr LeserInnen haben, denn schlussendlich wollen wir ja genau das. Was das Gap meiner Meinung nach noch vom Rest der schnen heilen Magazinlandschaft unterscheidet, sind Design und Layout. Das Auge isst mit und wird bei jeder neuen Ausgabe bersatt. Was steckt hinter diesem Spiel mit dem Logo am Cover, der kleinen Schrift, die immer neu gestalteten Illustrationen? Kalkl oder reine Lust an der Freud? Das ist Konzept und Markenzeichen. Speziell das Layout und die sich ndernden Gestaltungselemente werden sehr geschtzt. Die kleine Schrift wird hingegen oft bekrittelt, hlt aber einem Grenvergleich mit anderen Magazinen durchaus stand. Dennoch werden wir das mittelfristig ndern und den Wnschen nachgeben. Wie luft der Themenfindungsprozess bei The Gap ab? Jeder nach seinem Geschmack und Laune oder gibt’s so was wie geregelte Redaktionssitzungen mit fixer Themenvergabe und Abgabeterminen? Weder noch bzw. beides. Chefredakteur Thomas Weber und Chef vom Dienst Martin Mhl entwickeln Themen und selektieren aus den Ideen der beitragenden AutorInnen was fr die kommenden Ausgaben bercksichtigt wird. Da wir keine fix angestellte Redaktion haben, sind unsere Redaktionssitzungen eher von organisatorischen Belangen geprgt. Und eine letzte Frage: In lautes Lachen und schmutziges Grinsen lsst mich immer meine Lieblingskolumne von Illbilly the K.I.T.T. ausbrechen. Knnen Sie uns verraten, wer hinter dem Pseudonym steckt oder unterliegt die Anonymitt des Autors aufgrund der inhaltlichen Brisanz der Kolumne dem Zeugenschutzprogramm? Ich kann genausoviel verraten wie Thomas Weber in einem Editorial schon verraten hat. Sein Nachname beginnt mit G. Vielen Dank fr das Interview! Niko Alm ist Herausgeber von "the Gap", sowie Geschftsfhrer von m-otion (Softwareunternehmen) und Super-Fi (Werbeagentur) Mehr Infos zur aktuellen Ausgabe von the Gap


Insights/Interviews

Freitag, 05 Mai 2006 | alex

Interview mit Margit Bayer, Kampagnen-Managerin bei mobilkom austria

A1 hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Image-Wandel durchlebt. Die Devise lautete "Weg vom alten Business-Image und hin zu einem jugendlichen, frischen XCITE-Image" und wird nun bereits in ihrem dritten Jahr konsequent weiterverfolgt. Nicht zuletzt auch durch das a1 ambassador Programm hat A1 diesen Imagewandel geschafft. Alle Jahre wieder gibt es auch diesen Sommer einen neuen Werbespot mit den 3 Friends of XCITE. Diesmal überraschen die 3 Jungs mit einem neuen Rockstar-Look. Flip The Flop hat mit Margit Bayer, der Kampagnen Managerin bei mobilkom austria, über den neuen Look der Friends of XCITE und über Musik in der Werbung gesprochen. Jetzt den neuen Clip herunterladen! (2MB, MPG) Interview Flip The Flop: Heute freuen wir uns besonders, Margit Bayer bei uns als Interviewpartner begrüßen zu dürfen. Margit Bayer ist Kampagnen Managerin bei mobilkom austria, Österreichs marktführendem Mobilfunkanbieter. Herzlich willkommen! MARGIT BAYER: Erst einmal danke für die Einladung zum Interview - es freut mich diesem Forum den neuen XCITE Spot vorzustellen. Der Mobilfunkmarkt in Österreich ist hart umkämpft und auch im Bereich der klassischen Werbung wird mit jedem Spot um neue Kunden und ein besseres Image als die Konkurrenz gerungen. ONE ist seit einigen Wochen mit der neuen Kampagne on air, nun zieht A1 mit einem neuen Fernsehspot aus der Serie „Friends of Xcite“ nach. Was ist aus Ihrer Sicht das Erfolgsrezept der drei gepimpten Typen im coolen Jogginanzug? Da gibt es einige wichtige Punkte, die den Erfolg der von uns liebevoll „XCITE Jungs" genannten Friends of XCTE ausmachen. Zum einen ist es schon ihr Erscheinungsbild, die Characters die dahinterstehen, und wie sie gemeinsam als Einheit bei ihren Aufritten wirken. Dabei besonders zu erwähnen sind ihre schrägen Outfits, die hellblauen Old School Trainingsanzüge, und die Milieus in denen Sie sich jeweils befinden - diesmal sind sie als Rockstars zu sehen. Das Konzept war von Beginn an ein großer Erfolg, sowohl aus werblicher wie auch aus wirtschaftlicher Hinsicht. Zum anderen sind sie mittlerweile - im 3. Jahr ihres Bestehens – ein Markenzeichen für unseren Jugendtarif XCITE geworden, diese Kontinuität des Auftritts hat den Anfangserfolg noch weiter ausgebaut und verstärkt.   Diesmal zerlegen die drei Jungs in guter Rockstarmanier ein Hotelzimmer. Was steht hinter diesem Skript? Was will A1 damit kommunizieren? Zum einen geht es um den supergünstigen Jugendtarif XCITE (Nie mehr Grundentgelt, unlimitiert gratis zu A1 telefonieren und gratis 1100 SMS in alle Netze), aber auch um die Inszenierung des neuen Vodafone live! Entertainment, in dem unlimitiert TV-Clips, ein MP3 Klingelton, Musik und ein Spiel inkludiert sind. Damit vertreibt man jede Langeweile, wo auch immer man ist, man hat Unterhaltung immer am XCITE Handy mit dabei. Storyboards, Scribbles und Kulissen Wie entsteht so ein Spot? Gibt es da ein Storyboard, Scribbles? Wo wird gedreht? Wird da wirklich ein Hotelzimmer zerlegt? Der Spot entsteht aufgrund des Briefings an die Kreativagentur, wo Inhalte und Vorgaben der Kommunikation, Tonality etc. festgelegt sind. Danach gibt es Storyboards (mit Scribbels) oder Treatments, das ist einfach die Beschreibung des Handlung ohne bildliche Unterstützung mit Scribbles. Wo gedreht wird, ist ein Prozeß der im Laufe der Vorbereitungen zur Produktion entsteht, meist verbunden mit Verfügbarkeiten, Locationvorgaben aufgrund des Storyboards und Kosten. Natürlich wird hier kein echtes Hotelzimmer zerlegt, sondern der Studiobau einer Luxus-Hotel Suite, der in einer Halle aufgebaut wurde. Übrigens ist dabei nichts kaputt gegangen, außer den 3 zur Explosion bzw. Implosion gebrachten Dingen TV, Stereoanlage und Schachspiel. Ohne ihre Perücken und Sonnenbrillen müssen die Jungs eigentlich ganz süß aussehen. Wer sind die Schauspieler und sind es von Anfang an die gleichen gewesen? Sie sind auch ganz süß - gut erkannt, v.a. wenn man bedenkt dass einer der 3 erst 17 Jahre alt ist, obwohl in dieser Verkleidung wirklich keiner danach aussieht. Wer es ist wird natürlich nicht verraten! Werbespots und Musikauswahl Die Stärke der A1 Werbespots liegt in der genialen Musikauswahl. Für den neuen Werbespot wurde eine alte Rockhader wieder reaktiviert: Wer kommt auf die geniale Idee, Black Sabbath für die Friends of Xcite spielen zu lassen? In diesem Fall war es Niklas Duffek, Bereichsleiter Marketing Communications bei A1, der die Idee zu Black Sabbath hatte. Er hat eine riesige Musiksammlung und ist ein echter Musikfan, so wie ich übrigens auch. Musik und das Gespür für die Wahl der richtigen Nummer liegt uns da irgendwie im Blut. Dafür ist A1 bekannt, immer die beste Musiknummer zum Spot zu haben. Im A1 Werbespot Sortiment gibt es auch deutlich weichere Töne, man denke nur an "Finding You" von den Go-Betweens oder "Upon This Tidal Wave" von Clap Your Hands Say Yeah für die B-Free-Kampagne. Wird im Xcite Spot gezielt auf Alternative Music gesetzt, um der jungen Zielgruppe ein cooles Image zu vermitteln? Dazu gibt es keine Einschränkungen, wo welche Musik eingesetzt wird. Das entsteht während der Vorbereitungen der Kampagne, wenn zu den Konzepten die Bilder im Kopf entstehen. Was am besten zur Story und Tonalität paßt, manchmal eben sanftere und dann schon einmal etwas härtere Töne. Auch die Stilrichtungen sind immer andere - auch bei XCITE. Letztes Jahr zum Beispiel hatten wir bei XCITE eine Hip-Hop Nummer von Busta Rhymes. Gibt’s die Möglichkeit, die Songs aus den Spots direkt aufs eigene Handy zu bekommen - als Klingelton oder Welcome Sound? Wenn ja, wie geht das? Ja das gibt es immer, man kommt dazu entweder direkt über das Vodafone live Portal am Handy, über Internet oder per SMS - den aktuellen MP3 Klingelton erhält man zB per SMS mit Black an 0664 660 60 60. Danke für das interessante Gespräch. Wir freuen uns schon auf den nächsten Coup von A1! Gerne. Den nächsten Coup gibt es bestimmt bald.   Margit Bayer ist Kampagnen Managerin bei mobilkom austria (A1).       Mehr Infos zu A1 XCITE


Insights/Interviews

Donnerstag, 06 April 2006 | alex

Interview mit Tom Brugger, Carpe Diem Head of Marketing

Carpe Diem kennt man vor allem fr sein Kombucha, Ginkgo und Kefir. Das Carpe Diem in Salzburg auch ein "Finest Fingerfood Restaurant" betreibt wissen wohl nur die wenigsten. Aber jetzt wagt Carpe Diem einen weiteren Schritt und prsentiert Botanic Water, das neue Flavored Water von Carpe Diem. Flip the Flop konnte mit Tom Brugger, dem Internationalen Marketingleiter von Carpe Diem, ein exklusives Interview ber das neue Produkt und dessen Vermarktung fhren. Interview Flip The Flop: “Wir freuen uns, sie als unseren ersten Interviewpartner auf Flip the Flop begren zu drfen. Herzlich willkommen!“ TOM BRUGGER: „Ich freue mich, auf dieser innovativen Plattform zu Gast zu sein und bin vor allem gespannt auf die Reaktionen der User.“ Flip The Flop: „Anlass des Interviews: Carpe Diem Botanic Water. Wir haben uns im Schweizer Markt umgesehen und dort ein neues Produkt aus ihrem Hause entdeckt! Was ist Carpe Diem Botanic Water? TOM BRUGGER: "Wie der Name schon sagt, ist Carpe Diem Botanic Water ein Wasser mit Pflanzenextrakten. Es ist ganz leicht kohlensurehaltig, leicht im Geschmack, nicht zu s und vor allem 100% natrlich." Carpe Diem Botanic Water Flip The Flop: „Wodurch will man sich von den zahlreichen Mitbewerbsprodukten unterscheiden? Mineralwasser mit Geschmack ist ja schon fast ein alter Hut…“ TOM BRUGGER: "1. Carpe Diem Botanic Water ist 100% natrlich. Alle zur Zeit am Markt erhltlichen Produkte enthalten entweder Aromen oder knstliche Sstoffe oder Konservierungsstoffe oder sonstige knstliche Zutaten. 2. Die Sorten wurden nicht nach einer mglichst exotischen Frucht oder Fruchtkombination benannt, sondern nach 3 Wirkungen. 8-9 Pflanzenextrakte mit einer konkreten Wirkung bilden die Basis jedes einzelnen Produktes." Flip The Flop: „In welchen Sorten gibt es Carpe Diem Botanic Water?“ TOM BRUGGER: "Es gibt 3 Sorten: Belebend, harmonisierend und beruhigend. Die 3 Sorten unterscheiden sich auch im Geschmack: belebend ist etwas herb, harmonisierend hat eine sehr fruchtige Note und beruhigend schmeckt mild-pflanzlich." Flip The Flop: “Welche Sorte ist ihre Lieblingssorte?” TOM BRUGGER: "Belebend." Flip The Flop: „Bei Kombucha und Co hat jedes Produkt eine Funktion. Ist das bei Carpe Diem Botanic Water auch so?“ TOM BRUGGER: "Wie man bereits an den Sortennamen erkennt – ja. In jedem Produkt sind 8-9 Pflanzenextrakte mit belebender, harmonisierender oder eben beruhigender Wirkung enthalten." Flip The Flop: „Ist Carpe Diem Botanic Water ein Geheimprojekt? Oder warum gibt es das bislang nur in der Schweiz?“ TOM BRUGGER: "Nein, es ist kein Geheimprojekt. Die Schweiz fungierte lediglich als Testmarkt, um die Konsumentenakzeptanz fr das neue Produkt besser abschtzen zu knnen." Die Vermarktung Flip The Flop: „Warum haben sie ausgerechnet die Schweiz als Testmarkt gewhlt? Was sind ihre Kriterien fr einen Testmarkt?“ TOM BRUGGER: "Auf der Suche nach einem geeigneten, nicht zu groen Testmarkt sind wir auf eine Supermarkt- und eine Tankstellen-Kette in der Schweiz gestoen. In beiden Kanlen konnten wir ohne zu groen finanziellen Aufwand diverse Marketingaktivitten am Point-of-Sale durchfhren und den Effekt auf die Verkufe messen. Zudem erhielten wir noch Nielsen Daten zur Bewertung der Produkteinfhrung im Wettbewerbsumfeld." Flip The Flop: „Nach welchen Kriterien entscheiden sie, ob das Produkt erfolgreich ist? Konkret: verspricht Carpe Diem Botanic Water ein Erfolg zu werden?“ TOM BRUGGER: "Die Vorzeichen sind schon einmal sehr positiv – nicht nur quantitativ aus dem Testmarkt, sondern auch qualitativ in Form von Konsumenten-Feedbacks zu den Produkten. Ein Erfolg ist es dann, wenn uns die Konsumenten nicht nur einmal probieren, sondern immer wieder kaufen und wir damit eine fixe Position im Wassermarkt besetzen knnen." Flip The Flop: „Ab wann wird es Carpe Diem Botanic Water in sterreich und Deutschland geben?“ TOM BRUGGER: "Ab April." Flip the Flop: „Last but not least: wir sind gespannt auf die Einfhrungskampagne! Wie planen sie Carpe Diem Botanic Water einzufhren? Verkostungen, Printanzeigen, Guerilla Aktionen?? TOM BRUGGER: "Die erste Launchphase konzentriert sich auf Point-of-Sale- (z.B. Verkostungen), Presse- und Guerilla-Aktivitten. In der zweiten Phase – wenn ein gewisser Level von Produktverfgbarkeit und Konsumentenakzeptanz erreicht ist – wird es dann auch Werbeuntersttzung in Form von einer Print- und Plakatkampagne geben." Flip the Flop: "Vielen Dank fr das spannende Interview!“ TOM BRUGGER: "Danke ebenfalls und viel Erfolg fr die Plattform." Mehr Informationen zu Carpe Diem Botanic Water Zur Person Tom Brugger ist Head of Marketing von Carpe Diem mit Sitz in Fuschl am See in Salzburg.