fliptheflop » Expertise » Know How
Expertise/Know How
Donnerstag, 26 Juni 2008 | Alexander Schroll
Community Based Innovation als Alternative im Innovationsprozess
Wir beschäftigen uns hier auf fliptheflop zumeist mit innovativen Vermarktungsmöglichkeiten für Produkte. Die Möglichkeiten sind vielfältig und findige Marketingmanager schaffen es immer wieder Kampangen zu erschaffen die es in dieser Form noch nie zuvor gegeben hat. Dabei helfen eine mittlerweile unüberschaubare Auswahl an Tools wie Viral Marketing, Buzz Marketing, Ambush Marketing, Guerilla Marketing und wie sie nicht alle heißen...
Im besten Fall können die Kunden in den Vermarktungsprozess integriert werden und mit positivem Mood ausgestattet werden. Das ist die Grundlage für positiven Buzz. Wieso aber nicht gleich einen Schritt weitergehen?
Neuorganisation des Produktentwicklungsprozesses
Die Integration von Konsumenten in den Produktentwicklungsprozess ist ja an sich nichts Neues. Bereits in den 80er-Jahren wurde die Lead User Methode beschrieben und erforscht. Mittels Toolkits (Toolkits for User Innovation and Design) können User intuitiv an der Produktentwicklung, oder zumindest am Front-End-Design mitwirken. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Open Source Software hat diesen neuartigen Zugang zu Innovation noch um eine Perspektive erweitert. Es ist nicht mehr ein einzelner User der die Innovation erschaffen kann. Komplexe Produkte, wie eben Software, benötigt ein ganzes Team - eben eine Community. Jeder User leistet einen inkrementellen, fast verschwindend kleinen Beitrag zum Erfolg. Je nach Qualifikation kann dies die eigentliche Programmierung oder aber einfach nur der Support oder das Betatesting sein. Die Community übernimmt meist auch alle Aufgaben in der Projektleitung. Die Entwicklungsprojekte werden selbstbestimmt. Dies ist eine wichtiges Prinzip um die Freiwilligkeit in Open Source Projekten überhaupt erst zu ermöglichen. Oder wollen Sie gratis für etwas arbeiten wenn Ihnen ständig jemand Vorschriften macht?
Praxisimplikationen für Unternehmen
Ansätze um den Innovations- und Produktentwicklungsprozess im eigenen Unternehmen aufzupeppen gibt es (ebenso wie Marketingtools) bereits in Unmengen. Ich möchte hier im Besonderen auf die zahlreichen Innovationsportale und -sammelstellen in Unternehmen eingehen. Die Kommunikation verläuft in diesem Fall nur in eine Richtung und die bedürfnisrelevanten Informationen der User bleiben unbekannt.
Auch die hoch-gehypte Innovationsmethode "Crowdsourcing" kann hier nicht viel mehr bieten. Crowdsourcing kann als Outsourcing eines Problems an die Community beschrieben werden. Die Innovation an sich wird hier zwar an die Community ausgelagert. Die Rücklaufe bleiben aber eindimensional.
Der vorhin beschriebene, von Open Source Prinzipien inspirierte, Community Based Innovation Zugang könnte Abhilfe schaffen. Hier werden im Wesentlichen zwei Dinge benötigt: eine ausreichend große Community sowie die Interaktion.
Natürlich mag es für jedes Unternehmen reizvoller sein eine eigene Community zu betreiben. Durch die Vielzahl an derzeit existierenden Communities wird es aber immer schwieriger eine neue Community zu etablieren. Konsumenten werden in immer mehr Communities gedrängt. Neue Communities werden dadurch nur noch kaum angenommen. Solange also das Potential für eine unternehmenseigene Community fraglich ist, ist es besser sich an vorhandenen Netzwerken zu orientieren.
Und auch die Interaktion mit den Usern sollte gut geplant werden. Wenn die Zusammenarbeit wirklich über die übliche eindimensionale Vorgehensweise (klassische Marktforschung, klassische Produktentwicklung) hinausgehen soll, so sollte der Innovationsprozess so offen wie möglich gestaltet werden.
Vorraussetzungen für Community Based Innovation
Trotzen Sie aller Skepsis und öffnen Sie das Unternehmen! Stellen Sie unternehmensinternes Know-How kostenlos der Community zur Verfügung. Das Pharmaunternehmen Merck veröffentlichte unternehmensinterne Datenbänke rund um das menschliche Genom. Kostenlos und ohne Zugangsbeschränkungen. Durch die nun weltweit mögliche Kollaboration von Usern, Forschern und Entrepreneuren ergeben sich auf für Merck völlig neue Einsichten und Innovationen. Die Gefahr eines Verlust von Kernkompetenzen oder die Verringerung von Markteintrittsbarrieren ist zwar zu berücksichtigen. Die vielfältigen Vorteile überwiegend hier allerdings die Nachteile.
Integrieren Sie die User in die Produktentwicklung und ermöglichen Sie einen institutionalisierten Austausch zwischen firmeninternen und firmenexternen Produktentwicklern, etwa durch Communities, Unternehmensblogs oder auf persönlicher Ebene. Die User werden es Ihnen danken. Und sie werden es auch verstehen wenn das Unternehmen die gefundenen Innovationen gewinnbringend verwertet. Auch bei Wikipedia oder Open Source Software Produkten (z.B. Joomla, Linux) regt sich niemand auf wenn Unternehmen daran Geld verdienen.
Open Innovation ist nicht nur auf High-Tech Unternehmen beschränkt
Die Software Branche ist nur eines von vielen Beispielen in denen dieser "offene" Ansatz erfolgreich war. Auch Unternehmen in Low- und Medium-Tech Branchen leben "Open Innovation" erfolgreich vor. Innovation ist ja nicht nur auf Produktentwicklung begrenzt. Gerade in Low-Tech Unternehmen (Dienstleistung, Finanzbranche, etc.) werden Wettbewerbsvorteile nicht in der "klassischen" Produktentwicklung (Forschung & Entwicklung) sondern in anderen Unternehmensbereichen, wie Marketing oder Vertrieb erzielt. Innovative Vertriebs- und Marketingstrategien können ebenso ein Produkt erfolgreicher Innovationsarbeit zwischen Unternehmen und Konsumenten sein. Womit wir wieder am Anfang unseres Artikels angekommen sind...
Expertise/Know How
Dienstag, 27 Mai 2008 | Moni Prosch
Ansteckende Werbung
Ein „Hatschi“ – und schon geht beim Gegenüber das Dilemma los. Manch einer geht im Kopf seinen Impfpass durch, ein Anderer denkt womöglich an sein Testament – und die Marketingwelt – die denkt nur an das eine: Viral Marketing!
Weiterlesen
Expertise/Know How
Dienstag, 06 Mai 2008 | Yvonne Franz
Vom Suchen und Finden von Jugendtrends
Was Jugendstudien zum Verständnis der jugendlichen Bedürfnisse beitragen – oder auch nicht.
Jugendmarketing ist ein weites Feld. Keine Zielgruppe wird einerseits so hart umkämpft und andererseits doch nicht richtig verstanden. Dankbar stürzen sich Marketers deswegen regelmäßig auf Jugendstudien, versprechen diese doch zumindest Anhaltspunkte im Dickicht des jugendlichen Kosmos. Doch Trends erkennen, deren Entstehung verstehen und diese Trends auch noch zielgruppenspezifisch und erfolgreich umzusetzen, ist komplexer als auf dem ersten Blick ersichtlich.
Weiterlesen
Expertise/Know How
Dienstag, 01 April 2008 | Vera Mayr
Buzz Marketing - die neue Liebe
Nahezu 90% aller Beziehungen erreichen ihn irgendwann, den Punkt an dem die Kommunikation nicht mehr funktioniert. Anstelle des Dialoges tritt die Einwegkommunikation. Versprechungen und Liebesschwüre sind nur leere Worte, das Verhalten spricht eine ganz andere Sprache. Innerlich hat sich das gegenüber bereits abgekapselt. Die Folge sind Missverständnisse, Frustration und als letzter Ausweg die Trennung.
Weiterlesen
Expertise/Know How
Samstag, 22 März 2008 | Alexander Schroll
Der Web2.0 Zug ist längst abgefahren.
Wann ist ein Hype auf seinem Höhepunkt angelangt? Das kann wohl kaum jemand vorhersagen. Wenn man aber den Verlauf des Web2.0 Hype genauer betrachtet, so wird klar dass die Zeiten in denen noch eine inhaltlich wertvolle Diskussion erfolgte schon längst vorbei sind.
Web2.0 war ursprünglich ein netter Sammelbegriff für eine Reihe von Entwicklungen im Post-dotcom-Internet. Die Popularität die der Begriff folgenden zwei Jahren bis 2006 erreichte war erstaunlich. In zahlreichen Blogs wurde konstruktiv zum neuen Web diskutiert und viele Applikationen verzeichneten endlich ihren Durchbruch. Der weitere Verlauf in den Jahren 2007 und 2008 überraschte dennoch. Web2.0 wurde zu einem Schlagwort für alles und nichts. Jede Agentur, jeder Designer, jedes Unternehmen wollte möglichst Web2.0-ig sein. In einer Zeit in der sogar jeder/e HausmeisterIn (no offense!) eine Interpretation von Web2.0 in seinem/ihrem Blog veröffentlichte, ist die Frage nach einem Ende des Hypes obsolet geworden.
Die Frage die offen bleibt ist: Wie geht es weiter?
Weiterlesen
Expertise/Know How
Dienstag, 11 März 2008 | Niko Alm
Markenevolution
Die Möglichkeit online an den Inhalten teilzunehmen, sie zu ergänzen
oder zu verändern, zu partizipieren, ist eines der wichtigsten Merkmale
des Web 2.0.
Weiterlesen
"Also, ich wäre definitv ein Opfer des C..."
Yvonne Franz